Auf dieser Seite haben wir unser Reise nach Indonesien beschrieben.
- Indonesien-Reise Intro
- Von Shanghai nach Surabaya
- Dschungelpfade, Wasserfälle und ein rauchender Riese
- Sonnenaufgang über dem Bromo
- Safari in „Klein Afrika“:
Der Baluran Nationalpark - Sonnenaufgang, Schwefel und Säure See: Der Vulkan Ijen
- Ein Tag zu ausspannen und Relaxen
- Dschungelpfade, Wasserfälle und ein Hotel wie aus dem Märchen
- Reisterrassen, Radabenteuer und ein Hauch von Weihnachten
- Wellen, Wind und ein letzter Spaziergang
- Abschied von Indonesien

Indonesien-Reise Intro
Hier ein paar informationen über Land und leute

Schon lange hatten wir mit dem Gedanken gespielt, Indonesien zu bereisen – ein Land, das mit seiner Vielfalt, seiner Kultur und vor allem seinen aktiven Vulkanen eine ganz besondere Faszination auf uns ausübte. Die Vorstellung, auf rauchenden Kratern zu wandern und die Urgewalt der Erde hautnah zu erleben, ließ uns nicht mehr los. Im Mai war es endlich so weit:

Unsere Reise führte uns auf die beiden Inseln Java und Bali – zwei Juwelen im riesigen Inselreich Indonesien.
Was wir bis dahin nicht wussten: Mit über 283 Millionen Einwohnern ist Indonesien nicht nur das bevölkerungsreichste Land Südostasiens, sondern auch ein geologisches Kraftzentrum. Über 17.500 Inseln verteilen sich entlang des Äquators, von denen rund 6.000 bewohnt sind. Java, die bevölkerungsreichste unter ihnen, beherbergt auch die Hauptstadt Jakarta. Indonesien liegt an der Nahtstelle dreier tektonischer Platten – der Indisch-Australischen, der Pazifischen und der Eurasischen Platte – und ist daher ständig in Bewegung. Kein Wunder also, dass hier noch zahlreiche Vulkane aktiv sind. Zwei davon – der Bromo und der Ijen – sollten wir auf unserer Reise aus nächster Nähe erleben. Doch bevor es so weit war, lag eine lange Anreise vor uns.
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1. tag – Von Shanghai nach Surabaya
Ankunft in Surabaya, etwas Geschichte, Religion und Kaffee
Mitten in der Nacht, um 0:30 Uhr, starteten wir mit Singapore Airlines von Shanghai aus. Nach einem fünfstündigen Flug erreichten wir den Flughafen von Singapur – eine der wichtigsten Luftverkehrsdrehscheiben Asiens.

Trotz der frühen Stunde herrschte hier geschäftiges Treiben. Wir nutzten die Zeit für einen Kaffee und einen kleinen Spaziergang durch das moderne Terminal, bevor es weiterging.
Zwei Stunden später und rund 5.000 Kilometer von unserem Ausgangspunkt entfernt, landeten wir schließlich in Surabaya auf Java.
Dort wurden wir nicht nur von unserem Guide Chandra herzlich empfangen, sondern auch von einem tropischen Regenguss, der wie aus Eimern auf uns niederprasselte. Warm und schwül – so begrüßte uns das indonesische Klima.
Gemeinsam mit Arie, einem lokalen Guide, begaben wir uns auf eine erste Erkundungstour durch Surabaya. In einer kurzen Regenpause besuchten wir das Wahrzeichen der Stadt: Eine eindrucksvolle Skulptur, die einen Hai und ein Krokodil im Kampf zeigt. Der Name „Surabaya“ leitet sich aus der Landessprache ab – „Sura“ bedeutet Hai, „Baya“ Krokodil. Der Legende nach symbolisieren die beiden Tiere einen historischen Sieg im Jahr 1293, als Raden Wijaya, der spätere erste Herrscher Javas, an der Mündung des Flusses Mas die Mongolen besiegte. In der Überlieferung stehen seine Truppen für das Krokodil, die über das Meer kommenden Mongolen für den Hai.

Unsere Tour führte uns weiter ins Geschichtsmuseum der Stadt, wo wir einen faszinierenden Überblick über die wechselvolle Vergangenheit Indonesiens erhielten – vom Einfluss des Islam über die Kolonialzeit durch Portugiesen, Spanier, Niederländer und Briten bis hin zur japanischen Besatzung. Seit 1945 ist Indonesien nun unabhängig.





Auf dem Weg zu einer Kaffeerösterei fielen uns die zahlreichen Moscheen auf – große, kleine, prunkvolle und schlichte. Arie erklärte uns, dass es neben öffentlichen auch viele private Moscheen gibt, die von Familiengemeinschaften errichtet werden. Die Größe und Ausstattung hängen dabei ganz vom verfügbaren Budget ab. Ungewohnt für uns waren die lautstarken Rufe des Muezzins, die über Lautsprecher durch die Straßen hallten – ein akustisches Erlebnis, das uns auf Schritt und Tritt begleitete.





In der Rösterei angekommen, durften wir verschiedene Sorten des lokalen Kaffees probieren. Leider traf keiner der angebotenen Sorten unseren Geschmack.



Auch aus Höflichkeit konnten wir uns nicht zum Kauf durchringen – zumal der Preis von über 50 Euro pro Kilo für uns deutlich überzogen schien. Angesichts der Lebenshaltungskosten vor Ort fragten wir uns, wie sich die Einheimischen diesen Luxus leisten können.
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Tag 2 – Dschungelpfade, Wasserfälle und ein rauchender Riese
Besichtigung des Madakaripura-Wasserfall und Ankunft am Vulkan Bromo
Nach einer kurzen Nacht in Surabaya starteten wir früh in den Tag – unser Ziel: der legendäre Vulkan Bromo. Um Punkt 8:00 Uhr verließen wir das Hotel, doch schon nach wenigen Metern wurde klar: Der Weg würde lang. Der Verkehr in Surabaya war ein einziges Chaos. Für die ersten sechs Kilometer bis zur Autobahn brauchten wir sage und schreibe eine Stunde. Hupen, Mopeds, Autos – ein wildes Durcheinander, das scheinbar keiner festen Regel folgte.


Auf dem Weg zum Vulkan legten wir einen Zwischenstopp ein – und was für einen! Der Madakaripura-Wasserfall, ein echter Geheimtipp, versteckt inmitten dichter Vegetation. Schon auf dem kleinen Parkplatz wurden wir von einem lokalen „Wasserfall-Guide“ begrüßt, der uns zusammen mit zwei Mopedfahrern die letzte Strecke zum Eingang brachte. Endlich wieder auf zwei Rädern! Ich genoss es, als Sozia durch die Landschaft zu sausen – Jürgen hingegen hätte wohl lieber selbst den Lenker in der Hand gehabt.




Nach der kurzen, aber rasanten Fahrt begann das eigentliche Abenteuer: Zu Fuß ging es weiter, hinein in eine grüne, feuchte Schlucht. Der Weg wurde schmaler, unbefestigter – wir fühlten uns wie mitten im Dschungel. Dann endete der Pfad abrupt, und wir standen vor einem Fluss. Barfuß oder mit Sandalen – es gab nur einen Weg: hindurch! Drei weitere Flussüberquerungen später hörten wir es rauschen – der Wasserfall war nah.
Immer wieder versuchten Händler, uns Plastikponchos zu verkaufen – doch wir blieben standhaft. Ein bisschen Wasser würde uns schon nicht umbringen. Und tatsächlich: Als wir schließlich vor dem Wasserfall standen, wurden wir von allen Seiten nass – und es war herrlich! Die kühle Gischt war eine willkommene Erfrischung nach dem feuchtwarmen Aufstieg. Wir lachten, genossen den Moment und fühlten uns lebendig.





Der Rückweg war ebenso abenteuerlich – und die Fahrt auf dem Moped half, unsere durchnässten Sachen zumindest etwas zu trocknen. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht setzten wir unsere Reise fort.
Am späten Nachmittag erreichten wir unsere heutige Unterkunft – und waren sprachlos. Das Lava View Hotel, auf 2.200 Metern Höhe gelegen, bot einen atemberaubenden Blick auf den rauchenden Bromo und die umliegende Mondlandschaft.




Der Anblick war gewaltig – schön und zugleich respekteinflößend. Der Vulkan wirkte wie ein schlafender Riese, der jederzeit erwachen könnte.

Morgen würden wir ihm ganz nahe kommen. Die Vorfreude – und ein wenig Nervosität – wuchs.







Tag 3 – Sonnenaufgang über dem Bromo
Aufstieg im Dunjeln und Blick in den Schlund der Erde
Der Wecker klingelte gnadenlos früh – 2:00 Uhr morgens. Noch im Halbschlaf wurden wir von unserem Fahrer abgeholt, denn heute stand ein ganz besonderes Erlebnis auf dem Programm: Sonnenaufgang über der Vulkanlandschaft des Bromo-Tengger-Semeru-Nationalparks.
Im Jeep ging es eine Stunde lang über Serpentinen bergauf. Als wir den Aussichtspunkt auf 2.700 Metern Höhe erreichten, war es noch stockdunkel – aber von Einsamkeit keine Spur. Hunderte Jeeps hatten sich bereits ihren Weg durch die Nacht gebahnt. In den Kurven der Bergstraße sah man die Lichter der Fahrzeuge wie eine leuchtende Schlange durch die Dunkelheit gleiten. Kein Wunder, dass wir so früh aufgebrochen waren – wer später kam, hatte kaum noch eine Chance auf einen Parkplatz.


Um die Wartezeit zu überbrücken, gönnten wir uns einen heißen Kaffee und ein Sandwich – kleine Helfer gegen die Kälte und Müdigkeit.
Mit Stirnlampen bewaffnet machten wir uns schließlich auf den Weg zum Aussichtspunkt. Der Pfad war steinig und uneben, und es war ein seltsames Gefühl, sich im Dunkeln einen sicheren Platz zu suchen. Unser Guide war dabei eine große Hilfe. Oben angekommen, blies uns ein eisiger Wind entgegen – gut, dass wir warme Kleidung dabeihatten.



Langsam begann der Horizont zu glühen. Die ersten Sonnenstrahlen tauchten die Landschaft in ein goldenes Licht. Der Bromo, aus dessen Krater weißer Rauch aufstieg, wurde sichtbar. Neben ihm ragte der spitzkegelige Batok empor, und im Hintergrund thronte der mächtige Semeru, der höchste Vulkan Javas. Es war ein Gänsehautmoment – still, erhaben, unvergesslich.

Nachdem wir uns sattgesehen hatten, setzte sich der Jeep-Korso wieder in Bewegung – diesmal hinunter in die sogenannte „Sea of Sand“, eine weite Ebene aus schwarzem Vulkansand.

Zu Fuß überquerten wir dieses surreale Gelände, vorbei an verstreuten Lavasteinen. Wer wollte, konnte sich auch ein Pferd mieten, das einen bis zum Fuß des Vulkans brachte – für ganz Bequeme auch wieder zurück.







Dann hieß es: 250 Stufen hinauf zum Kraterrand. Oben angekommen, bot sich ein atemberaubender Anblick: Der Bromo-Krater, rund 800 Meter im Durchmesser, dampfte und brodelte vor sich hin.

Ohne große Absperrungen konnte man direkt in den Schlund des Vulkans blicken – faszinierend und zugleich ein wenig unheimlich. Der Bromo ist zwar der kleinste im Massiv, aber auch der aktivste. Die letzte Eruption war erst 2022.





Zurück im Lava View Hotel stärkten wir uns bei einem wohlverdienten Frühstück – denn vor uns lag eine lange Fahrt: 6,5 Stunden bis nach Banyuwangi, ganz im Osten Javas. Die Straßen waren holprig, die Fahrt anstrengend, und gegen 18 Uhr erreichten wir endlich unser Ziel – müde, durchgeschüttelt, aber glücklich.
Unser Hotel für die nächsten zwei Nächte war komfortabel und bot endlich wieder Gelegenheit, den Koffer neu zu sortieren – und die vielen Eindrücke des Tages sacken zu lassen.



Tag 4 – Safari in „Klein Afrika“: Der Baluran Nationalpark
Auf Pirsch durch die Savanne mit Affen, Rehen und Hirschen bis zum Watt und den Mangroven
Heute stand ein ganz besonderes Abenteuer auf dem Programm: Safari-Feeling auf Java! Unser Ziel war der Baluran Nationalpark, ein 250 Quadratkilometer großes Naturparadies im Nordosten der Insel. Wegen seiner trockenen Savannenlandschaft wird er auch liebevoll „Klein Afrika“ genannt – und genau so fühlte es sich auch an.
Langsam und mit gespitzten Augen fuhren wir im Jeep durch die abwechslungsreiche Landschaft – vorbei an trockenen Grasflächen, dichten Wäldern, Mangroven und Küstenabschnitten. Plötzlich: Bewegung im Gebüsch! Eine große Gruppe Rehe und Hirsche graste friedlich in der Morgensonne. Vom Dach des Jeeps aus hatten wir einen fantastischen Blick – und Jürgen gelang es, einige beeindruckende Aufnahmen mit seiner Kamera einzufangen.
Ein Stück weiter entdeckten wir Affen, die flink durch die Bäume kletterten. Einige Weibchen hatten ihre Babys dabei, die sich fest an ihre Mütter klammerten – ein rührender Anblick. Die Tiere waren neugierig, aber vorsichtig, und wir beobachteten sie eine ganze Weile in ihrem natürlichen Lebensraum.


Die Fahrt führte uns bis zur Küste. Es war gerade Ebbe, und im Watt tummelten sich zahlreiche Affen auf Futtersuche. Kleine Krebse huschten aus ihren Löchern, während die Mangrovenwälder mit ihren knorrigen Wurzeln aus dem Wasser ragten – ein faszinierendes Ökosystem.






In einem kleinen, einfachen Strandlokal gönnten wir uns eine frische Kokosnuss zur Erfrischung. Doch auch hier waren die Affen nicht weit – neugierig und frech versuchten sie, an die Vorräte zu gelangen. Kein Wunder, dass das Lokal rundum mit Gittern eingehaust war.







Auf dem Rückweg entdeckten wir noch eine Gruppe Pfauen, die stolz durch das Gras schritten, sowie erneut einige Rehe. Um nichts zu verpassen, blieben wir auf dem Jeep Dach sitzen und ließen die Landschaft langsam an uns vorbeiziehen.






Fast am Ende der Strecke dann ein echter Glücksmoment: Im Dickicht stand ein großer Wasserbüffel – majestätisch, ruhig, völlig unbeeindruckt von unserer Anwesenheit. Er fraß gemächlich weiter, bevor er schließlich im Wald verschwand. Ein stiller, kraftvoller Abschluss unserer Safari.



Am Abend ließen wir den Tag bei einem köstlichen Fischgericht ausklingen – fangfrisch, würzig und direkt auf den Tisch. Ein perfekter Abschluss für einen Tag voller Natur, Tiere und unvergesslicher Eindrücke.
Tag 5 – Sonnenaufgang, Schwefel und Säure See: Der Vulkan Ijen
Aufstieg in der Dunkelheit, Schwefelabbau in Schwerstarbeit und Lamborghinis“ der anderen Art
Heute hieß es wieder: früh raus aus den Federn – oder besser gesagt: mitten in der Nacht. Um 1:00 Uhr starteten wir zu einem der eindrucksvollsten Naturwunder Javas: dem Vulkan Ijen. Obwohl unsere Unterkunft bereits in der Nähe lag, dauerte die Fahrt zum Ausgangspunkt der Wanderung noch eine knappe Stunde.
Am Startpunkt auf 1.870 Metern Höhe herrschte bereits reges Treiben. In der Dunkelheit versammelten sich zahlreiche Vulkanier – ausgerüstet mit Stirnlampen, Wanderstöcken und dicker Kleidung. Der Ijen ist kein Spaziergang, und die Temperaturen in dieser Höhe sind nicht zu unterschätzen.

Der Weg führte steil bergauf, 500 Höhenmeter lagen vor uns. In kleinen Etappen, mit kurzen Pausen, kämpften wir uns nach oben. Die Luft wurde dünner, der Atem kürzer – aber die Vorfreude trieb uns an.
Oben angekommen, warteten wir gemeinsam mit vielen anderen auf den Sonnenaufgang. Die ersten Lichtstrahlen kämpften sich durch die Wolken und nach und nach wurde es heller und die Umrisse der umliegenden Berge wurden sichtbar.




Dann wurde auch der riesiger Krater sichtbar, in dessen Mitte ein türkis-milchiger See schimmerte – einer der sauersten Kraterseen der Welt, mit einem pH-Wert von 0,2. Ein Ort von unheimlicher Schönheit – und tödlicher Gefahr.







Jetzt konnten wir auch die Stelle erkennen, an der Schwefel abgebaut wurde. Gelbe Dämpfe stiegen aus dem Gestein, beißend und giftig. Inmitten dieser unwirtlichen Umgebung bewegten sich Schwefelarbeiter, die mit Körben voller Brocken den Krater hinaufstiegen – 70 bis 100 Kilogramm schwer, zweimal täglich. Für diese Knochenarbeit erhalten sie rund 6 Cent pro Kilo. Es war schwer, das mitanzusehen – die körperliche Belastung, die giftigen Dämpfe, die schlechte Bezahlung. Ein stiller Moment der Demut.


Was uns ebenfalls tief bewegte, war ein Anblick, den wir auf dem Hin- und Rückweg sahen: sogenannte „Lamborghinis“ – Männer, die Touristen in großen Schubkarren den Berg hinauf und wieder hinunter schoben. Mit bloßer Muskelkraft, auf steilen Pfaden, gegen Bezahlung. Es war schwer, Worte dafür zu finden.


Zurück im Hotel packten wir unsere Koffer und machten uns auf den Weg zum Hafen. Von dort setzten wir mit der Fähre nach Bali über – eine ruhige, unspektakuläre Überfahrt von etwa einer Stunde.
Am anderen Ufer erwartete uns bereits unser neuer Guide mit Fahrer. Die Fahrt führte uns zu einem traumhaften Hotel mit weitläufiger Anlage. Unsere Unterkunft bestand aus einzelnen Apartments und kleinen Häusern, eingebettet in einen tropischen Garten mit mehreren Pools und direktem Zugang zum Meer.
Ein Ort zum Durchatmen. Zum Verarbeiten. Und zum Entspannen.








Tag 6 – Ein Tag zu ausspannen und Relaxen
Mit dem Boot zum Riff, schnorcheln im Korallengarten und dösen am Pool
Der Tag begann herrlich entspannt: Frühstück im Freien, mit Blick auf das glitzernde Meer. Die warme Brise, das Rauschen der Wellen und der Duft von frischem Kaffee – ein perfekter Start in einen Tag voller Leichtigkeit.




Nach dem Frühstück ging es raus aufs Wasser. Mit dem Boot fuhren wir zu einem Riff, das sich ideal zum Schnorcheln und Tauchen eignete.





Die Unterwasserwelt war atemberaubend: bunte Fische, Korallen in allen Formen und Farben, und sogar kleinere Haie und Schildkröten kreuzten unseren Weg. Es war wie ein lebendiges Aquarium – faszinierend und friedlich zugleich.





Weniger schön war allerdings der Plastikmüll, der stellenweise im Wasser trieb. Ein ernüchternder Anblick, der uns daran erinnerte, wie verletzlich diese wunderbare Welt ist.
Den Rest des Tages verbrachten wir ganz entspannt am Pool unserer Hotelanlage. Lesen, dösen, schwimmen – einfach mal nichts tun. Die Sonne meinte es allerdings etwas zu gut mit uns: Ein Sonnenbrand war das kostenlose Souvenir des Tages. Aber selbst das konnte unsere gute Laune nicht trüben.
Ein Tag zum Durchatmen. Zum Genießen. Und zum Krafttanken – denn das nächste Abenteuer wartete schon.
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Tag 7 –Dschungelpfade, Wasserfälle und ein Hotel wie aus dem Märchen
Wandern im Dschungel, patteln über den See und besichtigung des Wanagiri-Wasserfall
Heute hieß es Abschied nehmen von unserem traumhaften Hotel am Meer. Doch die Vorfreude auf neue Eindrücke war groß – unser Weg führte uns ins Landesinnere von Bali, zu den geheimnisvollen Munduk Twin Lakes.
Die beiden Seen liegen auf etwa 1.400 Metern Höhe, eingebettet in dichten Regenwald. Vom Parkplatz aus bot sich uns ein atemberaubender Blick über die grüne Landschaft – mystisch, fast schon verwunschen.




Gemeinsam mit einem lokalen Spezial-Guide machten wir uns auf eine kleine Wanderung durch den Dschungel.


Der Pfad war stellenweise kaum zu erkennen, überwuchert von Pflanzen, die wir noch nie zuvor gesehen hatten. Unser Guide erklärte uns viel über die einheimische Flora, darunter auch giftige Pflanzen und Bäume, die man besser nicht berühren sollte. Es war spannend, lehrreich – und ein bisschen abenteuerlich.




Am Ende der Wanderung erreichten wir einen der Seen. Dort wartete bereits ein Kanu, das uns – mit viel Manpower – über das stille Wasser brachte. Natürlich nicht ohne, in einer Art Wettbewerb, zwei Boote zu überholen, die bereits 1/3 bzw. die Hälfte der Strecke bereits zurückgelegt hatten. Jürgen gab alles!





Weiter ging es zum Wanagiri-Wasserfall – ein echtes Highlight der Region. Der Weg dorthin war allerdings nichts für schwache Waden: unzählige Stufen führten steil hinab in eine grüne Schlucht. Unten angekommen, erwartete uns ein beeindruckendes Naturschauspiel – und eine ganze Reihe von Fotografen, die das perfekte Bild suchten. Auch unser Guide ließ es sich nicht nehmen, ein paar Schnappschüsse von uns zu machen.
Einige Mutige wagten sich sogar ins kühle Wasser – wir zogen es vor, trocken zu bleiben und einfach nur zu genießen.
Der Rückweg war… sagen wir mal: sportlich. Die vielen Stufen und der steile Anstieg forderten ihren Tribut. Ich entschied mich daher für ein ganz besonderes „Taxi“: ein Moped, das mich zurück zum Parkplatz brachte. Eine luftige, rasante Fahrt – und eine willkommene Erleichterung.


Zum Abschluss des Tages machten wir noch Halt bei einer Kaffeerösterei. Verschiedene Sorten Kaffee und Tee standen zur Verkostung bereit – doch wie schon zuvor konnten uns die Kaffees nicht überzeugen. Auch der berühmte Kopi Luwak, der Kaffee aus der Schleichkatze, war geschmacklich nicht unser Fall. Wir entschieden uns lieber für Tee.

Am Abend erreichten wir unser neues Hotel in Ubud – von außen eher unscheinbar, doch innen ein echtes Naturparadies.



Die Zimmer lagen verstreut in einem tropischen Garten, umgeben von Palmen, Farnen und dichtem Grün. Die feuchte Luft, das Zwitschern der Vögel und die langen, verwinkelten Wege zu unserem Apartment machten den Ort zu einem kleinen Dschungeltraum.
Ein Tag voller Bewegung, Natur und Überraschungen – und ein Hotel, das uns sofort verzauberte.




Tag 8 –Reisterrassen, Radabenteuer und ein Hauch von Weihnachten
AReisterassen, blick auf den Vulkan Batur und viele Eindrücke auf der Radtour
Pünktlich um 8:00 Uhr hieß es Abschied nehmen von unserem kleinen Dschungelparadies in Ubud. Schwer fiel es uns schon – zu schön war die Anlage, zu besonders die Atmosphäre. Aber wir waren ja nicht zum Faulenzen hier, sondern auf Entdeckungsreise!
Unser erster Halt führte uns zu den berühmten Tegalalang Reisterrassen. Der Blick über die kunstvoll angelegten Felder war wirklich beeindruckend – sattes Grün, wohin das Auge reicht. Doch auch hier zeigte sich die Kehrseite des Erfolgs: Zahlreiche Lokale mit Aussichtsterrassen, manche sogar mit Pools, reihten sich aneinander – Tourismus pur, durchgestylt für das perfekte Instagram-Foto.


Ein Stück weiter genossen wir einen weiteren atemberaubenden Ausblick – diesmal auf den Vulkan Batur und den gleichnamigen See. Die Landschaft wirkte friedlich und kraftvoll zugleich, ein Moment zum Innehalten.



Dann wurde es aktiv: Unser Guide begrüßte uns zur Fahrradtour, stattete uns mit Rädern und Helmen aus – und los ging’s! Auf kleinen Straßen und schmalen Wegen fuhren wir rund 20 Kilometer durch das ländliche Bali. Vorbei an Reisfeldern, Privattempeln, Bewässerungssystemen und traditionellen Wohnhäusern.






Immer wieder hielten wir an, und unser Guide erzählte uns Spannendes über das alltägliche Leben auf Bali. Besonders faszinierend war der Obst- und Gemüseanbau: Wir sahen Ananas, Bananen, Papayas, Mandarinen, Chilis – und natürlich Reis, der hier dank des tropischen Klimas zwei- bis dreimal im Jahr geerntet wird.
Und dann kam die Überraschung: Ein Weihnachtsstern! Mitten im tropischen Bali, am Wegesrand, stand die Pflanze, die wir in Deutschland fast ausschließlich zur Adventszeit kennen. In voller Blüte, leuchtend rot – ein unerwarteter Anblick, der uns ein Lächeln ins Gesicht zauberte. Weihnachten im Juli, sozusagen.

Ein Tag voller Kontraste: Naturwunder, sportliche Aktivität und ein kleiner Gruß aus der Heimat – mitten im balinesischen Grün.
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Tag 9 –Wellen, Wind und ein letzter Spaziergang
ANochmals ein Tag zum Ausspannen mit einem schönen spaziergang am meer
Unser letzter Urlaubstag begann ganz entspannt. In Denpasar, der Hauptstadt Balis, hatten wir unser letztes Hotel bezogen – ein angenehmer Ort, um die Reise langsam ausklingen zu lassen.
Wir nutzten den Tag für einen ausgedehnten Spaziergang am Strand. Der Wind wehte warm vom Meer herüber, die Wellen rauschten kraftvoll an den Sand – ein beruhigendes, fast meditatives Geräusch. In einer Strandbar gönnten wir uns ein kühles Getränk und beobachteten das bunte Treiben um uns herum.


Das Baden war wegen der hohen Wellen verboten, doch das hielt einige Surfer nicht davon ab, sich in die wilde See zu stürzen.



Es war faszinierend, ihnen zuzusehen – wie sie paddelten, warteten, aufstanden, fielen, wieder aufstanden. Ein ständiger Tanz mit der Natur, voller Kraft und Eleganz.
Ein ruhiger, aber eindrucksvoller Abschluss unserer Reise – mit salziger Luft in der Nase, Sand unter den Füßen und dem Gefühl, viel erlebt und gesehen zu haben.
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Tag 10 –Abschied von Indonesien
Bye Bye, Indonesien und ein letzter Blick zurück
Ein letztes, ausgiebiges Frühstück unter Palmen, noch einmal den Blick aufs Meer genießen, die warme Luft einatmen – und dann hieß es: Abschied nehmen. Unsere Reise durch Indonesien ging zu Ende.
Da der Verkehr in Denpasar berüchtigt ist, machten wir uns frühzeitig auf den Weg zum Flughafen. Für die 16 Kilometer benötigten wir eine ganze Stunde – Stau, Stop-and-Go, und manchmal einfach gar kein Durchkommen. Willkommen im Großstadtverkehr.
Am Flughafen herrschte das übliche Gewusel – Menschen, Koffer, Stimmengewirr. Doch unser Flug war pünktlich, und ohne weitere Vorkommnisse hoben wir ab.
Mit einem letzten Blick aus dem Fenster sagten wir Bye Bye, Indonesien – ein Land voller Kontraste, Farben, Naturwunder und bewegender Begegnungen. Es war definitiv eine Reise wert, und wir konnten wieder einen neuen Punkt auf unserer Weltkarte markieren.
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