NEUSEELAND

Haere Mai ! Das ist der Willkommensgruß der Maori, den Ureinwohner Neuseelands. Immer wieder trifft man auf diese Worte, auf Schildern, Plakaten und persönlich. Und ehrlich, man fühlt sich hier wirklich willkommen, herzlich empfangen und die Menschen dort sind stets hilfsbereit. Neuseeland, ein besonderes Land, denn wo gibt es schon Fjorde und Vulkane, subtropische Strände und Gletscher, Farnwälder und Geysire so nah beieinander? Wir machten uns auf den Weg dieses Land auf der anderen Seite der Weltkugel zu erkunden. Stehen wir dann eigentlich auf dem Kopf? Naja, wir werden es herausfinden.

Neuseeland wie wir es vom 01. bis 26. Februar 2024 „erfahren“ haben.
Insgesamt waren wir 7.067km auf der Nord- und Südinsel unterwegs.
Unsere Ausflüge, 1x Hubschrauber, 2x Flugzeug und 1x Schiff, sind auch aufgezeichnet.

Nordinsel

Erst mal ankommenFlug von Shanghai Pudong Airport nach Sydney Australien dann weiter nach Auckland Neuseeland.
Auf Umwegen zum nördlichsten PunktDer nördlichste Punkt ist das Ziel, doch erst mal nach Piha und Muriwai Beach an der Westküste und dann nach Tutukaka an der Ostküste.
Cape Reinga und die Sanddünen von NahemEndlich ganz im Norden. Cape Reinga, wo der Pazifische Ozean auf die Tasmanische See trifft. Auf dem Rückweg dann noch die riesigen Sanddünen von Te Pako besucht, man denk man ist in der Wüste.
Halbinsel Coromandel und Hahei BeachVon Auckland Richtung Westen auf die Halbinsel Coromandel, Besuch der gleichnamigen Stadt und Überquerung eines erloschenen Vulkanes zum Traumstrand von Hahei Beach.
Rotorua, Mount Ngongotaha und Redwood TreewalkRotorua ist bekannt für seinen Kratersee und die vielen vulkanischen Aktivitäten im Umfeld. Auch der Redwood-Forest zählt zu den Sehenswürdigkeiten.
Māori Village, Geysire und Thermalfelder in Te PuiaBesuch eines Māori Dorfes, um die Kultur und das tägliche Leben kennen zu lernen, sowie der Māori-Werkstätten in denen kunstvolle Gegenstände hergestellt werden.
Flug über Whale Island zur Vulkaninsel White IslandUnser erster gemeinsamer Flug über eine verlassene Walfänger-Insel und einen aktiven Vulkan im Pazifischen Ozean.
Taranaki Maunga und Mount Egmont Visitor CenterÜber eine Schotterpiste kamen wir zum Visitor Center und von dort aus unternahmen wir eine Wanderung durch einen Märchenwald, der uns an die Erzählungen von J. R. R. Tolkien irgendwie vertraut vor kamen.
Wanderung am Mount Ngaurhoe im Tongario NationalparkWandern im ältesten National Park Neuseelands, den Tongario Nationalpark, mit seine drei Vulkanen den Mount Ngauruhoe, Mount Tongario und Mount Pukekaiore
Wellington purSchöne, attraktive und multikulturelle Stadt mit historischen Bauwerken wie die Old St. Paul’s Church und dem Te Papa Museum
Übersetzen auf die SüdinselMit der Fähre von Wellington durch die Marlborough Sounds nach Picton, vorbei an Muschelfarmen und verlassenen Walfangstationen

Südinsel

Vom Marlborough bis nach KaikouraBesichtigung einiger Weingüter inkl. Verköstigung deren Erzeugnisse und Fahrt nach Kaikoura zur Robbenbucht mit Sonnenuntergang
Whale Watching, Christchurch und RobbenMit dem Flugzeug auf „Walfang“ und dann weiter die Küstenstraße entlang nach Christchurch mit ungeplanter Begegnung dutzender von Robben entlang unseres Weges
Arthur Pass und die Pancake RocksVon der Ostküste zur Westküste über den Arthur Pass und weiter zu den Pancake Rocks
Die großen Gletscher, erste BegegnungErkundung der Landschaft in der Gletscherregion und eine Wanderung rund um den Mathesan Lake nahe Fox
Franz Josef Gletscher und Tatare TunnelZweiter Anlauf zum Franz Josef Gletscher, Wanderung zum Tatare Tunnel und Tunnel Expedition, auf der Suche nach den Glühwürmchen
Mit dem Hubschrauber auf GletscherÜberflug beider Gletscher und Landung auf dem Franz Josef. Dann über den Hass-Pass nach Arrowtown und Alexandra
Moeraki Boulders und DunedinBesuch der Moeraki Boulders an der Pazifikküste, Stadtbummel in Dunedin und Besichtigung der Historischen Gebäude
Halbinsel Otargo, Albatrosse und PinguineBesichtigung der Albatros Kolonie auf der Halbinsel Otargo und der Versuch Pinguine abzulichten
Von Dunedin nach InvercargillEntlang der Catlins zum südlichsten Punkt vor Neuseeland, der Slope Point
Ins Fjiordland nach Te AnauEin Eldorado für alle Wanderern und Naturfreunde, aber auch für Action ist gesorgt
Milford SoundDurch den Homer Tunnel zum Milford Sound und dann weiter mit dem Schiff hinaus bis zur Tasmannischen See
QueenstownAbschied vom Fjiordland und letzte Station vor der Heimreise
Queenstown purEine Stadt zum Verlieben und Abschied nehmen von Neuseeland

erst mal ankommen

Flug von Shanghai Pudong Airport nach Sydney Australien dann weiter nach Auckland Neuseeland.

Unser Flugplan sah vor, dass wir von Shanghai nach Sydney fliegen, was bekanntlich in Australien liegt und dann weiter nach Auckland, Neuseeland. Klar, wir hätten auch einen Direktflug nach Auckland nehmen können, hätte uns aber pro Ticket 400€ mehr gekostet, das war es uns nicht wert.
Im Vergleich waren die Preise aber doch günstiger, als wenn wir von Deutschland über Dubai oder Singapur geflogen wären, Einsparung ca. 300-400€ je nach Route.
Zeitlich stellte es sich so dar, von Pudong nach Sydney 10h45 und von Sydney nach Auckland 2h50, also rund 15h mit Umsteigen. Von Frankfurt aus über Dubai oder Singapur währen es min. 24h gewesen, das ist echt lange.

In Auckland angekommen ging es dann mit unserem Mietauto, ein Toyota Corolla in rot, vom Flughafen direkt zu unserer ersten Unterkunft. So konnten wir uns schon langsam an den Rechtslenker gewöhnen. Nach kurzer Strecke hatten wir unsere erste Begegnung mit der Polizei, Alkoholkontrolle. Da wir noch keine Gelegenheit für ein Siegerbier hatten, sollte die Kontrolle eigentlich keine Überraschungen bieten. Ein freundlicher Polizist kam an unser Auto. Jürgen machte die Scheibe herunter. Der Polizist zeigte ihm ein elektronisches Gerät, das nicht wie in Deutschland zum rein pusten war, aber wie dann? Der Polizist sagte etwas in unverständlichem Englisch, und ihm war immer noch nicht klar, was zu tun war. Dann zählte der Polizist von 1 bis 5, also machte Jürgen das nach. Der Polizist fing an zu lachen, wahrscheinlich sollten er das 1 bis 5 nicht zu wörtlich nehmen. Es war eine sehr lustige Begegnung und wir konnte ohne weiteres wieder los düsen. Vom Schreck erholt ging es ohne weitere Stops weiter. Im „Sea view guest house“ angekommen hatten wir einen schönen Blick auf die Skyline von Auckland.

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Auf Umwegen zum nördlichsten Punkt

Der nördlichste Punkt ist das Ziel, doch erst mal nach Piha und Muriwai Beach an der Westküste und dann nach Tutukaka an der Ostküste.

Gebucht war unsere erste Unterkunft mit Frühstück. Zu unserer Überraschung war dies mit Selbstbedienung, d.h. Wasserkocher, Toaster, Mikrowelle, Kühlschrank mit Milch, Butter und Marmelade. Einige Dosen mit Kaffee- und Kakaopulver, Tee und Cerealien. Essen konnten wir im Stehen oder aufs Bett sitzen. Naja, schön gemeint, aber nicht so, wie wir und unser Frühstück vorgestellt hatten. Andere Länder andere Sitten, Schwamm drüber. Dafür kamen wir früh los, denn wir wollten ja Neuseeland erkunden.
Das Fahren im Linksverkehr war sehr gewöhnungsbedürftig, vor allem beim Abbiegen, im Kreisverkehr und der Abstand zu den parkenden Autos. Wo ist rechts und wo links – verrückte Sache.

Unser erster Stopp war Piha an der Westküste. Bereits von oben konnten wir die Bucht sehen, es war atemberaubend. Die Strände an der Westküste sind bekannt für hohe Wellen und stürmisches Wetter. Und dieser Blick bestätigte es uns. Wir fuhren eine steile, kurvige Straße hinunter.

Dort angekommen sahen wir den großen, menschenleeren Strand mit schwarzem Sand und Hügeln aus Vulkangestein. Starker Wind und Regen machten unsere Entdeckungstour am Strand etwas mühsam aber auch besonders.
Dieser Strand wurde, wie viele Teile Neuseelands, schon mal als Filmkulisse benutzt. Wer schon einmal den Film „Das Piano“ gesehen hat, kann sich sicherlich an diesen Strand erinnern.

An der Küste entlang weiter nördlich kamen wir an den Muriwai Beach. Etwas erhöht am Straßenrand entdeckten wir auf dem Weg zum Strand eine Tölpel-Kolonie. Auch hier hatten wir einem wunderschönen Blick auf den Strand und das Geschehen.

Wiederum erwartete uns ein wahnsinnig starker Wind und hohe Wellen. Viele Windsurfer waren auf dem Wasser, es war beeindruckend, wie sie mit hoher Geschwindigkeit hier über die Wellen ritten und durch die Luft „segelten“.

Weiter führte unsere Route an die Ostküste. Wir fuhren durch Tutukaka, ein Ort mit einem großen Jachthafen. Hier am Pazifik war die See viel ruhiger, einige Schiffe waren unterwegs und auch Badegäste trauten sich ins kühle Nass. Am herrlichen Strand von Matapouri machten wir einen Spaziergang und sammelten die ersten Muscheln.

Nächster Stopp Kawakawa, ein kleiner Ort mit ca. 200 Einwohner der plötzlich Dank Friedensreich Hundertwasser berühmt wurde. Dieser hatte hier eine Farm, wo er fernab von Wien einen idealen Rückzugsort gefunden hatte. In Kawakawa fühlte er sich wohl und aus Dankbarkeit ließ er dort eine öffentliche Toilette ganz im Hunderwasserstil bauen. Seitdem ist es ein Touristenmagnet und die meistbesuchte Toilette in Neuseeland. Monatlich kommen dort mind. 10.000 Besucher, um dort mal kurz zu „müssen“.

Unsere heutige Unterkunft war in Kerikeri, ein Bed & Breakfast. Wir wurden sehr herzlich von einem freundlichen Ehepaar empfangen und hatten dort ein tolles Zimmer.
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Cape Reinga und die Sanddünen von Nahem

Endlich ganz im Norden. Cape Reinga, wo der Pazifische Ozean auf die Tasmanische See trifft. Auf dem Rückweg dann noch die riesigen Sanddünen von Te Pako besucht, man denk man ist in der Wüste.

Nach einem besonderen Frühstück, serviert von unseren Gastgebern, fuhren wir um 9:00 los. Heute wollten wir zum nördlichen Zipfel von Neuseeland, nach Cape Reinga. Dieser Landstreifen zwischen Ost und Westküste bis zur Spitze des Landes ist nur 13 km breit. Die Straße schlängelte sich über Hügel und durch Täler und wir genossen eine tolle kurvige Fahrt. Plötzlich bekamen wir die hohen Dünen des Ninety Miles Beach zu sehen, zwischen grüner Landschaft sahen wir plötzlich gelbe Berge.

An der nördlichen Spitze angekommen gingen wir einen schön angelegten Weg bis zum Leuchtturm. Wir hatten strahlende Sonne und hohe Temperaturen und erfreuten uns an dem Blick auf das weite Meer.

An dieser Stelle treffen die Tasmanische See und der Pazifische Ozean zusammen und man sah die verschiedenen Strömungen und die Wellen, die hier brechen.

Auf der Rückfahrt wollten wir unbedingt die Dünen von Nahem sehen. Unser Stopp bei Te Pako ließ uns Staunen. Riesige Sanddünen, wo man hinsah und teilweise sind sie bis zu 3 km breit.

Wie viele andere wollten auch wir diese Dünen erklimmen. 60 Höhenmeter haben wir uns auf die Sanddünen gekämpft. Wir fühlten uns wie in der Wüste nur diesmal ohne Kamel. Bis an den Strand haben wir es nicht dann doch nicht geschafft. Die Sonne und das schwere Laufen hoch und runter im Sand war zu anstrengend. Aber ein Blick aufs Meer konnten wir doch noch erhaschen.

Einige machten Sandrutschen mit kleinen Brettern. Mühsam kletterten sie auf den hohen Sandberg, und hatten sichtlich Spaß beim Runterfahren.
Übrigens ist hier die Sonneneinstrahlung und der UV Wert extrem hoch. Wir hatten bis 10 UV Index. Ohne genügend Schutz hat man in Minuten einen Sonnenbrand.

Nach diesem großartigen Erlebnis machten wir uns auf den Weg zurück nach Auckland. Immerhin waren es noch 400 km und ca. 5h Fahrt bis zu unserer nächsten Unterkunft.
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Halbinsel Coromandel und Hahei Beach

Von Auckland Richtung Westen auf die Halbinsel Coromandel, besuch der gleichnamigen Stadt und Überquerung eines erloschenen Vulkanes zum Traumstrand von Hahei Beach.

Heute stand die Halbinsel Coromandel auf dem Plan. Das Wetter war etwas wolkig, aber das machte uns nichts. Neuseeland ist bekannt für schnell wechselndes Wetter. Eben noch Nebel und leichter Nieselregen und im nächsten Moment scheint die Sonne.
Was uns nicht weiter störte, denn unser Auto fungierte auch als fahrbarer Kleiderschrank, somit hatten wir für jede Wetterlage immer das das Richtige griffbereit.

Zunächst fuhren wir durch Thames, eine alte Goldgräberstadt am Eingang zur Halbinsel. Noch sieht man dort die alten Gebäude aus dem 19. Jahrhundert, mit der Anmutung eine Stadt in einem Western.

Wir fuhren entlang der Küste, um immer wieder einen schönen Blick auf das Meer und die Strände zu bekommen.

In Coromandel, einem bescheiden kleiner Ort, machten wir eine Pause, vertraten und die Beine und gönnten uns ein Eis und ein Eiskaffee. Wir waren uns sofort einig, das war der schlechteste Kaffee, den wir je hatten, ungenießbar.
Nach einem kurzen Fingerfood-Imbiss beim Mexikaner ging die Fahrt weiter über einen Vulkan, 345 hoch und mit tollem Blick auf die See. Danach wieder auf kurvigen Straßen hinunter, eine Traumstrecke für jeden Motorradfahrer.

Am Hahei Beach angekommen, machten wir eine kleine Tour über den herrlichen Sandstrand mit reichlich Vulkangestein.

Für unser nächste Übernachtung hatten wir ein Zimmer Katikati. Das Hotel Talisman hatte nebst seinem großen Lokal mit Biergarten auch 5 schön neu eingerichtete Zimmer zu vermieten. Für uns war es richtig bequem nach einem langen Tag, nicht noch extra eine Futterstelle zu suchen.
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Rotorua, Mount Ngongotaha und Redwood Treewalk

Rotorua ist bekannt für seinen Kratersee und die vielen vulkanischen Aktivitäten im Umfeld. Auch der Redwood-Whakarewarewa Forest zählt zu den Sehenswürdigkeiten.

Ein Schreck am Morgen! Der Parkplatz, auf dem unser Auto stand, war mit einer Kette abgeriegelt. Keiner der Schlüssel, die man uns überlassen hatte, passte ins Schloss, kein Personal war anzutreffen. Doch dann endeckten wir am Ende des großen Parkplatzes eine Schranke. Also fuhren wir drauflos und hofften, dass sie sich öffnet, sobald wir einen Kontaktstreifen überfuhren oder so was ähnliches und Simsalabim, die Schranke ging auf. Das Gute daran war, dass die Aufregung uns wach gemacht hat und wir unsere Tour für den heutigen Tag mit vollem Elan starten konnten.

Bereits mehrmals sind uns auf den Strecken hier in der Gegend hohe „Mauern“ aus Bäumen oder Hecken aufgefallen, die ein Feld oder Anbaugebiet eingrenzten. Um herauszufinden, was sich Geheimnisvolles dahinter verbirgt, mussten wir uns das mal genauer ansehen. Die Eingrenzungen selbst waren ca. 6 Meter hoch und so dicht, dass man nicht durchsehen konnten, quasi eine Wand aus Grün. An einer geeigneten Stelle parken wir unser Auto und machten uns auf das Geheimnis zu lüften. Was wir dann dahinter sahen, waren große Felder mit Avocado und vor allem Kiwi.

Avocados wachsen auf Bäumen wie Äpfel und Kiwis sind dagegen wie eine Schlingpflanze und wird vergleichbar, wie Weintrauben gezogen, so dass sie bequem geerntet werden können. Aufgrund diesen vielen großen Feldern die wir sahen ist es für uns kein Wunder, dass Neuseeland die Nummer 1 beim Export von Kiwis ist.

Ein lustiger Anblick bot sich uns bei der Fahrt durch Morrinsville, die „Hauptstadt“ der Rinderzucht in Neuseeland. An vielen Ecken standen bemalte Kühe in Lebensgröße, mal bunt und schrill mal künstlerisch wertvoll. Sogar eine besonders große Schwarz-weiße Kuh war beim Durchfahren der Stadt entlang der Hauptstraße zu entdecken.

Hier ein Auszug der Homepage von Morrinsville:
Ein klares Zeichen dafür, dass Sie sich in Morrinsville befinden, ist die 6,5 m hohe Mega Cow am südlichen Eingang der Stadt, eine Hommage an das reiche landwirtschaftliche Erbe der Gebiete. Wenn Sie die Gemeinde erkunden, werden Sie zweifellos auf die Kuhherde stoßen. Street-Art-Installation, eine Sammlung von über 42 lebensgroßen Kuhskulpturen, die jeweils von verschiedenen Künstlern entworfen wurden.

Aber nicht nur Kühe, auch andere Lustige Tiere haben wir entdeckt.

Eine Autostunde weiter kamen wir in der Stadt Rotorua an mit dem gleichnamigen Lake, einem fast kreisrunden See. Der zweitgrößte See auf der Nordinsel entstand vor etwa 200.000 Jahren durch einen Vulkanausbruch. Dabei brach die darunter liegende Magmakammer zusammen und schuf einen etwa 16 Kilometer breiten kreisförmigen Krater, der sich über die Jahrhunderte mit Wasser füllte. Das Wasser hat einen hohen Schwefelgehalt, was ihm eine wunderbare grün-blaue Farbe verleiht.
Rotorua selbst liegt in einem der geothermisch aktivsten Gebiete der Erde. Rund um Rotorua findet man Geysire, heiße Quellen und Schlammtöpfe. In der ganzen Stadt riecht es nach Schwefel, der einem schon von weitem in die Nase steigt. Dieser steigt aus heißen Quellen auf, die es hier an jeder Ecke gibt.
Zunächst fuhren wir per Seilbahn auf den 778 Meter hohen Mount Ngongotaha. Von dort hatten wir einen herrlichen Ausblick auf die Skyline von Rotorua und konnten nebenbei gemütlich ein kühles Bierchen im Schatten trinken.

Aber die Seilbahn war hier nicht die einzige Attraktion, es gibt einen MTB-Trail mit verschiedenen Schwierigkeitsstufen für die ganz waghalsigen, na dann Hals- und Beinbruch. Völlig ungefährlich aber dennoch nicht ohne Adrenalin ist eine riesige Schaukel, mit der man mit vollem Speed weit ins Bodenlose hinausgeschleudert wird. Außerdem gibt es noch eine Kartbahn mit verschiedenen Strecken.

Das mussten wir auch ausprobieren und so ließen wir uns es nicht entgehen eine Abfahrt zu genießen. Es war ein Riesenspaß dort mit möglichst wenig Bremsmanöver so schnell wie möglich den Berg hinunterzudüsen. Am Ende der Strecke befindet sich ein Sessellift, der Fahrer und Kart gemütlich und ohne Anstrengung wieder zum Ausgangspunkt brachte. Wer mochte konnte sich eine Mehrfahrtkarte kaufen, uns hat das eine Mal gereicht, um unsere Bandscheiben mal so richtig durchzurütteln. Danach ging es dann mit der Gondel wieder bergab zum Parkplatz.

Da es immer noch sehr warm war entschieden wir uns dem „Redwoods-Whakarewarewa Forest“ einen Besuch abzustatten. Der Nationalpark ist ein 40 Quadratkilometer großes Gebiet mit Mammutbäumen, Tannen und anderen uns unbekannten Bäumen, Farnen und Sträuchern. Dort angekommen buchten wir den Redwood Treewalk, bei dem man diesen Mammutbäumen in luftiger Höhe ganz nahekam.

Der 700 Meter lange Weg hatte 28 Hängebrücken und 27 Plattformen. Hier stehen bis zu 120 Jahre alte Bäume, die wir dort bestaunen, die 80 bis 100 Meter hoch sind und ein Durchmesser von 180 bis über 200 cm.

Der Anblick dieser Waldriesen war gigantisch. Auch danach sind wir am Boden noch eine Runde durch den Wald gelaufen, die gute Luft, die Ruhe und der Anblick dieser riesigen Bäume haben sehr gutgetan.
Danach suchten wir unser Quartier für die Nacht auf und gingen noch zum Essen.
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Maori Dorf, Geysire und Te Puia

Besuch eines Māori Dorfes um die Kultur und das tägliche Leben kennen zu lernen sowie der Māori-Werkstätten in denen kunstvolle Gegenstände hergestellt werden

Heute war ein großer Tag, um 10:00 Uhr hatten wir den Flug zu der Vulkaninsel White Island gebucht. Gleich morgens schauten wir aus dem Fenster zum Himmel und das sah nicht gut aus. Auch nachdem wir am Flughafen angekommen waren, sah es nicht besser aus. Die nette Dame vom Veranstalter erklärte uns, dass es um diese Zeit keinen Sinn macht zu fliegen, es sei denn wir wollten uns nur eine Nebelwand ansehen. So vereinbarten wir für heute einen zweiten Versuch um 14:00 Uhr und hofften, dass sich das Wetter bessert.
Um die Zeit nicht nutzlos verstreichen zu lassen, fuhren wir nochmal nach Rotorua, um dort ein Māori Dorf zu besichtigen. Die Strecke war uns mittlerweile hinreichend bekannt, nachdem wir bereits 2x hin und her gefahren waren.

Whakarewarewa, wie das Gebiet rund um Rotorua heißt, ist das größte Geysirfeld Neuseelands und einer der spektakulärsten Orte des Landes. Hier kann man die Erde hautnah bei ihrer Arbeit beobachten. Whakarewarewa ist Teil des pazifischen Feuerrings und eines der aktivsten Felder weltweit. Wo man hinsah, gab es blubbernde Schlammlöcher, hochschießende Geysire, viele kochende Becken und Seen. Überall stieg schwefliger Dampf auf, dem man sich nicht entziehen kann. Selbst unsere Kleidung hatte am Ende des Tages einen doch sehr eigenwilligen Geruch angenommen.


Es war ein außergewöhnliches, aber auch beängstigend Erlebnis. Überall war die Kraft und die Energie spürbar, die in unserer Erde steckt. Da eine Besichtigung nur mit Führung möglich ist, buchten wir eine Tour, um das Māori Village und all die Thermalattraktionen zu besichtigen. Um das Dorf lebendig erscheinen zu lassen wohnen hier immer einige Māori, um ihr Leben und Arbeiten mit interessierten Besuchern zu teilen.

Auf dem Gelände standen auch jede Menge dieser aus Holz geschnitzten Skulpturen die es uns angetan haben, ich glaube wir haben bestimmt 2 dutzend abgelichtet, hier eine Auswahl und nur zu Info. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen ist natürlich rein zufällig😋.

Nach der Führung fuhren wir zurück nach Whitianga, um hoffentlich unseren Flug, der um 14 Uhr geplant war, endlich wahr werden zu lassen.
Leider war auch dieser Versuch vergebens, die Insel lag ganz im Nebel. Auch auf der WEB-Cam war absolut nichts zu erkennen. Wir vereinbarten uns auf einen dritten Versuch am nächsten Tag um 16 Uhr, die Wettervorhersage versprach bestes Wetter, na ja, wir werden sehen.

Wieder zurück in Rotorua besuchten wir Te Puia mit einer 1 1/2-stündigen Führung durch die Werkstätten der Māori. Wir konnten den Künstlern und deren Studenten bei der Arbeit über die Schulter schauen. Sie schnitzten Figuren und Schmuck aus Stein, Jade, oder Knochen.

Früher wurden Walknochen verwendet, heute sind es Knochen von Rindern. Walknochen sind sehr selten und sehr teuer geworden. Heutzutage werden nur noch Knochen von Walen verwendet, die an den Küsten von Neuseeland gestrandete sind.
Ebenfalls sahen wir Skulpturen aus Holz, die mit einer besonderen Schnitzkunst gefertigt wurden, bis hin zu ganzen Booten, mit denen die ersten Siedler aus Polonaisen hier ankamen.

Draußen auf dem Gelände gab es wieder viele aktive Geysire und blubbernden Schlammlöcher. Überall drang heißer Dampf, Sprühnebel und Wasser aus dem Boden, teilweise war es, als würde man heiß duschen.

Nach diesem ereignisreichen Tag ging es dann zurück ins Hotel ausgiebig duschen, um den Schwefelgeruch loszuwerden. Dann noch lecker Abendessen und der Tag war gerettet.
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Flug über Whale Island und der Vulkaninsel White Island

Unser erster gemeinsamer Flug über eine verlassenen Walfänger-Insel und einen aktiven Vulkan im Pazifischen Ozean.

Nach einem gemütlichen Frühstück mit Toast, Ei und Kaffee machten wir uns nochmal auf den Weg ins Village aufs Gelände Whakarewarewa. Wir hatten uns ja heute mit der Flugagentur um 16:00h verabredet, um die beiden Inseln die vor Whitianga im Pazifischen Ozean liegen zu überfliegen. Ein erster Wettercheck versprach Sonne pur für den Nachmittag.

Bei unserem zweiten Besuch konnten wir wieder viele heiße Quellen und blubbernden Schlammlöcher bewundern, irgendwie konnten wir nicht genug davon bekommen.

Auch bei unserem Rundgang auf dem weitläufigen Gelände gab es viel zu entdecken, vor allem den smaragdgrünen See und weitere kleinere Geysire.

Natürlich durfte wir auch eine Tanzaufführung der Māori nicht verpassen. Auf einer Bühne waren 3 Frauen und 3 Männer, die mit Gesang und Tanz ihre traditionelle Kultur zeigten. Einzig die Gitarre, die von einem der Akteure gespielt wurde, störte etwas 😉

Da wir heute strahlenden Sonnenschein hatten, stand eigentlich einem Flug über die Vulkaninsel nichts mehr im Wege. Und so war es dann auch Zeit zurück auf dem Flughafen Whitianga zu fahren. Als wir an dem kleinen Provinzflughafen ankamen fanden wir ein menschenleeres Terminal vor. Auch im Büro der Fluggesellschaft, das war gleich neben dem Terminal, war niemand zu sehen. Was nun ?
Plötzlich entdeckten wir einen Mann, der auf dem Flughafengelände mit irgendwas beschäftigt war. Als er uns entdeckte sagte er uns, dass unser Pilot gerade mit anderen Kunden in der Luft sei und wir noch ein wenig warten mussten, es können nicht mehr lange dauern.
Dann weckten Motorgeräusche unsere Aufmerksamkeit und direkt am Flugfeld konnten wir die Landung unserer Maschine beobachten.

Als die Türen der kleinen Maschine aufging stiegen 5 begeisterte Passagiere aus, offensichtlich hatten sie einen großartigen Flug hinter sich.
Wir waren gespannt was uns erwartet und ließen uns von unserem Piloten alle wichtigen Instruktionen im einem für uns schwer verständlichem Englisch erklären.
Dann hieß es plötzlich Schwimmweste anlegen und ab zum Flugzeug. Bevor es losging, musste die Maschine noch betankt werden. George unser Pilot machte alles im Alleingang. Zunächst ging es mit einem Quad und dem Flugzeug am Haken zur Tanksäule und wieder zurück.

Jetzt endlich durften wir einsteigen. Das war schon ein anderes Gefühl im Vergleich zu den großen Maschinen. Dann ne kurze Einweisung im Falle einer Notlandung auf dem Wasser. Hier das Beil, um die Scheibe einzuschlagen und hier der Notöffner für die Türe. Hier kam noch der Hinweis, die Tür nur für den Notfall zu öffnen, es ist nicht ratsam sie während des Fluges zu öffnen. Dieser Hinweis kam mit einem Zwinkern, war also nicht wirklich ernst gemeint. Danach überprüfte er sehr gewissenhaft sämtliche Instrumente mehrfach und setzte den Höhenmesser über der Landebahn wieder auf Null. Zum Schluss dann noch die Trimmung für die Gewichtsverteilung im Flugzeug und dann war es so weit, er startete den Motor. Zu Glück hatten wir alle einen Kopfhörer auf, denn es war sehr laut geworden. Damit konnten wir uns auch untereinander verständigen und er nutzte die Einrichtung, um uns über den Flugverlauf zu informieren.
Nach dem Einbiegen auf die Startbahn ging es dann ohne langen Anlauf in die Luft und ruck zuck befanden wir uns über der See.

Als erstes sahen wir vor uns Wale Island die im 18 und 19 Jahrhundert von den Walfängern als Basis für ihren Walfang nutzten. Heute besucht kaum noch jemand die Insel, da außer ein paar alten Walfanganlagen und verfallenen Behausungen nichts zu sehen gibt. Ein lohnendes Ziel zum überfliegen auf dem Weg zur Vulkaninsel war es allemal.

Etwas weiter kam dann die Vulkaninsel White Island zum Vorschein.

Der Vulkan ist immer noch aktiv und sein letzter Ausbruch war am 9. Dezember 2019 gegen 14:11. Damals war es noch erlaubt mit Hubschraubern auf der Vulkaninsel zu landen oder mit dem Schiff dort anzulegen. Dies wurden dann 2019 einer Gruppe von Touristen samt Piloten , sowie weiteren Besuchern, zum Verhängnis. Just in dem Moment als sie auf der Insel waren, brach der Vulkan aus. Das Desaster forderte, samt den an Verletzungsfolgen Gestorbenen und die zwei für Tot erklärten Personen, 22 Todesopfer und mehrere Verletzte. Offensichtlich hat man die Warnungen nicht ernst genommen oder schlicht ignoriert, denn Vorzeichen gab es genug. Sicher ist, dass seitdem das Landen auf der Insel strikt verboten ist, das gilt auch für Schiffe.
Das ausgebrannte Wrack des Hubschrauber ist auch heute noch deutlich zu sehen und dient als Mahnmal.

Wir indessen nährten uns aus sicherer Entfernung dem Vulkan und umkreisten ihn mehrmals in verschiedenen Abständen. So hatten wir jede Menge Gelegenheit viele schöne Aufnahmen auf unsere Speicherkarten zu bannen.

Nach fast 1 Stunde, 50 km Flugstrecke und 40 Liter Kraftstoffverbrauch kehrten wir mit einem breiten Grinsen im Gesicht zurück und setzten mit einer Bilderbuchlandung sicher auf.
Wir dankten George für dieses einzigartige Erlebnis, die extra Runde, die er mit uns geflogen ist und seine ausführlichen Erklärungen. Wir hatten das Gefühl, dass er sichtlich genauso viel Spaß mit dem Flug hatte wie wir.
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Mount Taranaki und Mount Egmont Visitor Center

Über eine Schotterpiste kamen wir zum Visitor Center und von dort aus unternahmen wir eine Wanderung durch einen Märchenwald, der uns an die Erzählungen von J. R. R. Tolkien irgendwie vertraut vor kam.

Heute ging unsere Fahrt zu dem wohl beeindruckendsten Vulkanberg Neuseelands, dem Mount Taranaki oder auch Mount Egmont genannt. Er ist rund 120.000 Jahre alt und hat seit etwa 70.000 Jahren seine jetzige Form erhalten. Sein letzter Ausbruch war 1775, seitdem zeigt er keine vulkanischen Aktivitäten mehr. Seine Form ist so wie man sich einen Vulkan vorstellt, eine gleichmäßige, kegelförmige Gestalt, umgeben von flachem Land. Er ist 2518 m hoch und hat meistens eine weiße Spitze. Die Erstbesteigung durch Dr. Ernst Dieffenbach erfolgte am 23. Dezember 1839 zusammen mit einem Tohunga (Priester) und einem „amerikanischen Farbigen“, einem europäischen Walfänger namens Heberley und E Kake, einen Maori-Häuptling, sowie zwei seiner Sklaven.

Also machten wir uns auf den Weg und um den Gipfel zu sehen, muss man mit dem Wetter schon mal Glück haben, denn die Spitze ist fast immer im Nebel verhüllt. Wir hofften aufs Beste und vertrauen auf unser Glück.

Doch um unser Ziel zu erreichen hatten wir noch eine abenteuerliche Fahrt vor uns. Zunächst fuhren wir auf dem kürzesten Weg wie vorgesehen, schon hier fühlten wir uns wie im Land der Hobbits.

Doch dann, die geplante Strecke war teilweise gesperrt und so mussten wir einen Umweg von 30 km fahren. Das war aber noch nicht genug, denn der größte Teil davon war eine holprige, mit Unebenheiten versehene, Schotterstraße.

Das arme Auto musste einiges aushalten und ehrlich, wir wundern uns heute noch das da keine Ansprüche vom Vermieter kamen. Die Steine knallten an den Lack und immer wieder setzten wir mal kurz auf wegen Löcher oder großen Steinen.
Als wir wegen einer einseitigen Straßensperrung ohnehin mal anhalten mussten und ausstiegen, sahen wir uns das ganze mal etwas genauer an. Am meisten fiel die Rückseite des Autos auf, denn sie war braun, voll feinem Staub, eine dichte feste Schicht.

Nicht mal der Wind wehte den Dreck weg und durch das Öffnen und Schließen der Türen verteilte sich der Staub in alle Ritzen, na super. Auch einige Steinschläge waren sichtbar, den Unterboden sehen wir uns lieber nicht an, ich prüfte nur, ob irgendwelche Flüssigkeiten auf die Straße tropften, dem war aber nicht so. Und dann sahen wir ihn das erste mal von Weitem.

Dann erreichten wir endlich mit ca. 1h Verspätung unser Ziel, das Egmont Visitor Center auf 915 Meter. Leider lag der Vulkan, wie schon befürchtet, im Nebel. Aber der Tag war noch jung und wir gaben die Hoffnung nicht auf, dass es noch aufklaren könnte. Ab dem Visitor Center wurden mehrere Touren, von 1 Stunde bis mehrtägig bis zum Gipfel, vorgeschlagen. Wir entschieden uns für eine kürzere Tour, wollten ja nicht gleich bis zum Gipfel.
So wanderten wir den Veronika Loop Trail, eine Tour die mit 1:50 Std. und 3,65 km veranschlagt war. Der Routenverlauf ging in einem Rundkurs im Uhrzeigersinn bis auf 1.100 Meter hoch. Wir kamen uns vor wie in einem Märchenwald und fühlten uns an noch manche Filmszene aus der Hobbit Trilogie erinnert. Überall waren die Bäum mit viel Moos bewachsen und wo es noch Platz hatte Farnen über Farne.

Das war Natur pur, ohne dass uns jemand begegnete konnten wir in aller Ruhe unseren Weg gehen und genossen ganz besonders die Stille die alles umgab.
Natürlich vergaßen wir nicht bei jeder Gelegenheit die uns bot, unseren Blick auf die Bergspitze zu richten um den entscheidenden Augenblich nicht zu verpassen, wenn der Nebel die Sicht auf Gipfel frei gibt. Und so ergab es sich dann auch in einem kurzen Augenblick, dass für ein paar Sekunden der Gipfel zu sehen war, herrlich.

Nach Beendigung unserer kleinen Wanderung machten wir uns dann auf den Weg nach Hawera, wo wir unsere heutige Unterkunft gebucht hatten. Eigentlich wollten wir noch ein ganzes Stück weiterkommen, doch zu unserer Überraschung war absolut nichts näher an unserem eigentlichen Ziel, die Kleinstadt Wanganui, zu bekommen. Dafür hatten wie dann eben abends etwas mehr Zeit und ließen den Tag mit einem schönen Abendessen ausklingen.
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Wanderung am Mount Ngaurhoe im Tongario Nationalpark

Wandern im ältesten National Park Neuseelands den Tongario Nationalpark mit seine drei Vulkanen den Mount Ngauruhoe, Mount Tongario und Mount Pukekaiore.

Für heute hatten wir uns die zweite vulkanische Erhebung auf der Nordinsel vorgenommen. Gleich 3 Vulkane stehen ganz eng im Tongario Nationalpark beieinander. Nach dem Frühstück ging’s los durch eine hügelige Weidelandschaft.

Wir sahen sehr viel Schafe auf Weiden stehen und auch einige Farmen auf dem Weg. Mein Wunsch war es, einmal so ein dickes Merinoschaf vor die Linse zu bekommen, doch leider waren die Schafe jedes Mal schnell, sodass ich sie wieder mal nur von hinten erwischt hatte.

Als wie angekommen waren, war es leider sehr bewölkt und wahrscheinlich hat es vor kurzem geregnet, denn die Straßen waren noch nass. Naja, wie heißt es doch so schön: „Es gibt kein schlechtes Wetter nur unpassende Kleidung“. Insgesamt war sehr wenig Betrieb, offenbar war dieses Gebiet eher im Winder zur Skisaison beliebt, aber das sollten wir später noch herausfinden.
Wir entschieden uns für eine Tour auf der es zwei Wasserfälle zu bestaunen gibt. Wir machten uns fertig und schon ging’s zur 7,15 km Wanderung mit Blick auf den Mount Tongario mit 1967 m, dem Pukekaikore mit 1692 m und dem Mount Ngauruhoe mit 2287 m.
Die 3 Vulkane formen diese Landschaft aus Kratern und Gipfel. Es war eine tolle Tour mit den versprochenen Wasserfällen, einem Märchenwald und eine Heidelandschaft. Die Wege waren überwiegend gut präpariert und es ging, zu unserer Freude, wenig, bergauf. So war es ein gemütliches Wandern. Es gab einfach so vieles zu sehen und wir schossen dutzende von Bildern.

Vor allem hatte es uns der Wasserfall angetan. Hier war auch etwas Betrieb und wir kamen uns nicht mehr so allein vor. Zu unsere Überraschung kam dann auch noch die Sonne hervor, wieder man Glück gehabt.

Tongario ist der älteste Nationalpark Neuseelands und wie nicht anders zu vermuten, kann man hier im Sommer wandern und im Winter Ski laufen. Aber auch dieses Gebiet ist nicht ungefährlich. Immer wieder kam es hier zu vulkanischen Aktivitäten, 1996 war hier der letzte Vulkanausbruch. Bilder im ansässigen Hotel zeigen den gewaltigen Ausbruch, es muss einem vorgekommen sein, als würde die Welt untergehen. Nicht nur der gewaltige Auswurf an Gestein und Asche versetzte die Menschen in Angst, sondern auch der ohrenbetäubende Lärm, der von solch einem Ausbruch begleitet wird.
Da der Tag noch jung war und es möglich war, auf der Straße noch weiter den Berg hinaufzufahren entschlossen wir uns, soweit wir möglich dem Gipfel entgegenzufahren. Außerdem waren wir neugierig, was da noch kommt, da die Beschreibung nicht eindeutig war.
Zunächst fuhren wir auf 1500m auf eine Nebelwand zu und als wir sie passierten fing es gleich zu regnen an, das war echt gruselig, da es auch deutlich dunkel wurde.

Auch die Landschaft sah ganz anders aus als da, wo wir Wandern waren. Überall lagen große Steinbrocken herum und die freien Flächen waren mit gelben Flecken bedeckt. Es sah wie Schwefel auf, wir vermuteten aber, dass es wahrscheinlich eine Art Moos oder Flechte sei.

Dann erkannten wir zunächst schemenhaft dann immer deutlicher ein Ski-Circus. Rechts und links von der Straße standen verwaiste Hotels, Skihütten, Gondeln und jede Menge Schneekanonen. Vermutlich war auch dieses Gebiet nicht mehr schneesicher und es muss mit entsprechender Technik, Wasser und Energie nachgeholfen werden.

Die Straße endete hier als eine Sackgasse mit großem Parkplatz und Busbahnhof. Man konnte sich schon den Trubel im Winter vorstellen, wenn hier Saison ist. Doch heute war es ganz ruhig, und wir traten den Rückzug an, hatte ja noch ein paar Kilometer bis zur unserem heutigen Quartier in Palmerston.
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Wellington pur

Schöne, attraktive und multikulturelle Stadt mit Historischen Bauwerken wie die Old St. Paul’s Church und dem Te Papa Museum

Nach einem leckeren Frühstück im Barista Café fuhren wir zu unserem heutigen Tagesziel, Wellington. Es war eine kurze Fahrt, nach ca. 1 1/2 Stunden waren wir schon angekommen. Für die heutige Übernachtung hatten wir wieder mal in einem Bad & Breakfast Unterkunft gebucht. Die sehr guten Bewertungen der Unterkunft hatten uns neugierig gemacht, obgleich die Bilder in der Booking.com APP schon etwas schräg waren.
Das Haus sah alt und antik aus und hatte etwas Geheimnisvolles. Wir ließen uns dadurch aber nicht abschrecken und klingelten furchtlos an der Tür.

Der Betreiber, der uns die Tür öffnete, war ein in die Jahre gekommener, schrulliger Mann. Beim ersten Anblick sind wir etwas erschrocken, denn sein Gesicht, Hals und Hände waren großteils verätzt oder verbrüht.
Trotz seinem Handicap hatte er aber sein Business voll im Griff und zeigte uns mit seinem trockenen Humor und meist unverständlichem Englisch unser Zimmer und alles, was so dazu gehörte.
Über die Einrichtung waren wir sehr erstaunt, denn überall standen Vasen, Porzellanfiguren in allen Größen herum und jede Menge antiker Bilder hingen an der Wand. Insgesamt schien die Einrichtung ziemlich in die Jahre gekommen zu sein, aber sauber und ordentlich.


Das Auto konnten wir vor dem Haus parken und von hier aus gemütlich Wellington erkunden. Unser Gastgeber gab uns einen Stadtplan und ein paar Tipps wo es was zu sehen gibt, somit waren wir gut gerüstet und hatten einen guten Überblick.

Wellington wurde 1865 zu Hauptstadt, davor war seit 1840 Auckland die Hauptstadt von Neuseeland. Die Verlegung der Hauptstadt in den Süden der Nordinsel hatten einen Grund, man wollte mit allen Mittel verhindern, dass sich die Südinsel möglicherweise abspaltet. Dies geschah während des ersten Goldrausches, dass sein Zentrum in Dunedin auf der Südinsel hatte und somit die Machtverhältnisse sich deutlich nach Süden verschoben. Mit dem „näher rücken“ der Hauptstadt konnte man dies verhindern.

Da unsere Unterkunft sehr zentral lag, waren wir in der Lage, das meiste zu Fuß erreichen. Wir sahen uns das Parlamentsgebäude und die Cathedral Church of St. Paul an. Obwohl der Baubeginn bereits in den 1930ern begann, wurde die Cathedral erst 1998 fertig gestellt. Erwähnenswert ist die darin installierte Orgel aus dem Jahre 1877, die ursprünglich für die Old Church of St. Paul gebaut wurde. Nach zweimaliger Erweiterung und Überarbeitung weißt sie heute 62 Register auf vier Manualwerken und Pedal mit 3.531 Pfeifen auf.

Am beeindruckendsten war jedoch die Old Church of St. Paul‘s selbst, die 1866 ganz aus Holz errichtet wurde.

Für den Bau wurden, inclusive der Holznägel, ausschließlich heimisches Holz verwendet. Was gerne mal verschwiegen wird ist die Tatsache, dass das dafür benötigte Holz aus einer naheliegenden Maoi Siedlung stammt, man hatte sich einfach bedient und das ganze Dorf niedergerissen.

Danach sind wir Richtung Hafen geschlendert und haben dem Te Papa Museum einen Besuch abgestattet.

Hier tummelten sich die auch die meisten Besucher und bei einer leichten Brise vom Ozean her, war das Klima hier sehr angenehm.


Abends suchten wir uns eines der vielen Lokale und ließen den letzten Abend auf der Nordinsel Neuseelands gemütlich ausklingen.
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Übersetzen auf die Südinsel

Mit der Fähre von Wellington durch die Malborough Sounds nach Picton, vorbei an Muschelfarmen und verlassenen Walfangstationen

Nach dem Frühstück, serviert vom Chef persönlich, fuhren wir auf einen der Hügel in Wellington, von wo wir einen wunderschönen Blick über Ort, Hafen und Flughafen hatten.

Von hieraus war auch Wellington Cable Car zu sehen. Die 1902 in Betrieb genommene Seilbahn verbindet den Stadtkern mit den hügeligen Vororten. Das Jahr der Inbetriebnahme und der damit verbundenen technischen Umsetzung weckte unser Interesse. So machte wir uns auf den Weg mittels Google Map so nah wie möglich an die Bahn heranzukommen, denn für eine Fahrt hatten wir nicht mehr genügend Zeit und wir wollten unbedingt Bilder von ihr auf unsere Speicherchips bannen. Das gestaltete sich nicht so einfach, denn Parkplätze in Wellington sind mindestens so begehrt wie ein Lottogewinn. Aber unser Glück war uns treu und wir fanden einen Sportplatz mit Parkplätzen direkt neben der Bahn und sei das noch nicht genug, es war sogar eine Haltestelle dort eingerichtet, besser geht es nicht.

Wir hörten schon von Weitem, sie kommt, also rannten wir die Stufen zu Haltestelle hinauf um konnten die Bahn ganz nahe ablichten und nur wenige Minuten später kam die nächste, diesmal aus der anderen Richtung. Ja, war klar, die beiden Bahnen sind miteinander verbunden und wenn die eine runterfährt, fährt die andere nach oben und nur in der Mitte, wo sie aneinander vorbeifahren, sind zwei Gleise nebeneinander.

Danach fuhren wir zum Fährhafen, es wurde langsam Zeit uns hinter den bereits Wartenden einzureihen. Denn unsere Überfahrt nach Picton mit der Fähre war bereits um 13:00 Uhr. Schon am Gate wurden wir durch ein Schild mit: „Heavy Sea“ vorgewarnt, und wir fragten uns, was das letztendlich bedeutete und ob wir das gut überstehen.

Die Heavy Sea war nicht wirklich heavy, es hat nur ein wenig geschaukelt. Aber der Wind auf Deck das war schon eine Warnung wert. Wir mussten uns teilweise gut festhalten, um nicht  (gefühlt) wegzufliegen. Trotzdem Starkwind verbrachten wir die meiste Zeit an Deck an der frischen Luft, um auf jeden Fall nichts zu verpassen. Es war eine schöne Fahrt, zunächst aus dem Hafen von Wellington (ca. 1h) und dann auf der offenen See, um dann nach ca. 2,5h durch die Malborough Sounds Richtung Picton Hafen zu steuern.


Die Route führte uns an ausgedienten Leuchttürmen, Muschelfarmen, einer alten Walfangstation und einer Tölpel Kolonie vorbei. Auch sahen wir ab und zu am Ufer hotelähnliche Anlagen und natürlich den einen oder anderen Privatbesitz, natürlich völlig bescheiden.

Die Sounds scheinen aus dem Meer zu ragen doch in Wirklichkeit sind sie überflutete Täler. Als sich das Weltklima veränderte, stieg der Meeresspiegel an. Vulkanische Aktivitäten und die Bewegung der Kontinentalplatten taten ihr Übriges, sodass der Ozean küstennahe Gebiete überfluten konnte, so entstanden die Sounds. Seit der letzten Eiszeit vor 10.000 Jahren wurde der heutige Wasserstand erreicht.

Nach 3:30 Stunden waren wir etwas durchgeschüttelt, aber sonst ohne Blassuren in Picton angekommen, willkommen auf der Südinsel.

Erstmal vor der Fähre runter ging es gleich über den Charlotte Drive nach Havelock zu unserem heutigen Motel. Eine großartige Fahrt auf einer engen kurvenreichen Strecke entlang der Küste lag vor uns, wirklich traumhaft.

Havelock ist ein kleines, überschaubares Örtchen und nennt sich selbst die „Hauptstadt der Grünlippenmuscheln“.

Diese Muscheln wachsen nur hier in den unberührten Gebieten der Malborough Sounds. Sie wurden bereits von den Maori als Heilmittel und Vorbeugung bei Gelenkerkrankungen und zur Schmerzlinderung eingesetzt. Mittlerweile sind sie als Pulver oder Tabletten-Extrakt überall erhältlich.

Kaum im Motel angekommen machten wir uns gleich auf den Weg noch ein paar Dinge einzukaufen, denn der Vermieter erklärte uns, dass der Supermarkt in den nächsten Minuten schließen würde. Also schnell noch vorbeischauen und die Flasche Weißwein für das Ausklingen des Tages auf der Veranda zu sicher.
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Vom Marlborough bis nach Kaikoura

Besichtigung einiger Weingüter und Verköstigung deren Erzeugnisse und Fahrt nach Kaikoura zur Robbenbucht mit Sonnenuntergang

Vom Motel ging’s direkt in die Marlborough Weingegend mit vielen Winery’s. Ein paar davon stattenten wir einen Besuch ab und testeten vor allem Weißweine. Da die Weingüter alle sehr nah beieinander liegen war es nicht so furchtbar schwer welche zu finden, hier eine Übersicht von der Ecke, die wir besucht haben:

Und hier die Weingüter denen wir einen Besuch abgestattet haben:

Am häufigsten wir Weißwein angebaut, darunter Sauvignon Blanc (58%), Chardonnay (9%), Pinot Gris/ Grauburgunder (7%) und Riesling (2%). Sehr bekannt ist der aus Neuseeland stammende Sauvignon Blanc, mit seinem fruchtigen, für Neuseeland typischen Geschmack. Bei den Rotweinen liegt der Pinot Noir/Spätburgunder mit 15% auf Platz 1 gefolgt vom Merlot mit 3,5%. Insgesamt werden auf fast  80% der Rebflächen Weißweinsorten angebaut.

Die Auswahl an Weingütern ist groß, ca. 700 gibt es auf der Insel. Die flache Landschaft in den Weinbaugebieten ist übersäht mit Weinbergen, riesige, zusammenhängende Flächen werden hier bewirtschaftet.

Hier mal noch zum Vergleich, in Neuseeland werden ca. 36.000 Hektar Weinberge bewirtschaftet, in Deutschland sind es 103.000 und in Spanien, die Nummer 1 weltweit, 955.000 Hektar. Das hat uns dann doch überrascht, wie wenig es dann im Verhältnis zu den „etablierten“ Weinbaugebieten ist. Auch überrascht hat uns bei der Recherche das China bereits auf Platz 3 hinter Frankreich und vor Italien liegt, Chapeau!

Letztendlich stellt sich hier eigentlich nur eine Frage, wer trinkt die ca. 28 Milliarden Liter Wein die jährlich weltweit produziert werden 😉
Sorry, aber ein bisschen Statistik muss jetzt doch sein, hier die Top 10 der Pro-Kopf-Weinkonsumenten weltweit. Unser Konsum liegt geschätzt so zwischen Schweiz und Italien😎 und was zum Henker geht in Portugal ab.

Als wir dann reichlich probierthatten, fuhren wir dann bis Kaikoura ins Mediterran Motel, das wir für die Übernachtung gebucht hatten.
Auf der Fahrt hatten wir wieder herrliche Ausblicke auf den Pazifik. Die Küste ist hier teilweise steinig und teilweise mit schwarzem Sand bedeckt. Auch begleitete uns ein stetiger und heftiger Wind auf unserem Weg. Immer wenn wir ausstiegen, um die Landschaft auf unsere Speicherchips bannten, mussten wir alles festhalten.

Entlang der wunderschönen Küstenstraße verläuft auch eine Bahnlinie, die immer wieder unseren Weg kreuzte. Da konnten wir nicht widerstehen und hielten an, um ein paar Bilder zu schießen. Dies war auch zur Freude der Zugreisenden, die uns aus einem „Stehwagen“ eifrig zuwinkten.

Kaikoura selbst ist ein kleiner Ort mit einer Hauptstraße und vielen kleinen Geschäften und Restaurants beidseitig der Straße, wo wir dann auch ein Fast Food Restaurant für uns ausfindig machten. Wir bestellten uns Fisch und Chips, traditionell in Papier gewickelt, fett, aber gut und genossen es im Freien.

Danach ging’s zur nahegelegenen Meeresbucht, um nach Robben Ausschau zu halten. Die Gegend ist wohl sehr beliebt bei den Meeressäugern, denn die Wahrscheinlichkeit hier welche anzutreffen ist sehr hoch, zumindest stand es so im Reiseführer. Als wir angekommen sind, waren wir nicht die einzigen Besucher die gespannt auf den Strand schauten und nach Robben Ausschau hielten.
Plötzlich kam Bewegung in die Menge, alle strömten nun in eine Richtung. Es wurde EINE Robbe entdeckt und klar, alle wollten sie möglichst großflächig abbilden. Das beeindruckte die Robbe aber nun überhaupt nicht und genoss es weiter auf dem warmen Stein in der Abendsonne zu liegen.

Als wir uns satt gesehen haben liefen wir weiter entlang der Küste, über Stock und Stein bis an die äußerste, begehbare Ecke des Strandes. Was wir dann sahen, war eine unerwartete Überraschung. An der durch vorgelagerte und zerklüftete Steinküste geschützte Bucht lag eine ganze Kolonie von Robben. Wir konnten uns ganz nah, bis zur Absperrung, heranwagen. Hier gelangen uns wunderschöne Aufnahmen von kleinen und von großen Robben. Die Kleinen plantschten miteinander in einem sicheren Bereich, sprangen rein und raus. Andere wiederum watschelten über die spitzen Felsen zum nächsten Becken und hatten dort ihren Spaß. Immer wieder hörten wir auch, wie sich die Seehunde etwas zuriefen. Wir konnten uns nicht losreißen und blieben bis zum Sonnenuntergang, was für ein schönes Erlebnis.

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Whale Watching, Christchurch und Robben

Mit dem Flugzeug auf „Walfang“ und dann weiter die Küstenstraße entlang nach Christchurch mit ungeplanter Begegnung dutzender von Robben entlang unseres Weges

Für heute haben wir Whale Watching auf dem Programm hier in Kaikoura. Aber warum ausgerechnet hier? Nun die Küste vor der Stadt weist eine Besonderheit auf, der sogenannte Kaikoura Canyon. Er ist ein bis zu 1.400m steil abfallender Graben. Hier treffen warme tropische Ströme auf nährstoffreiche kalte aus der Antarktis zusammen. Dies bewirkt, dass die Nährstoffe aus der Tiefe nach oben getrieben werden und dadurch eine natürliche Nahrungskette entsteht.

Es ist also kein Wunder, das sich hier die Wale bis zu 10 Monate aufhalten und auch ihr Jungen hier großziehen. Aber das wissen nicht nur wir, sondern auch im Schnitt 100.00 Besucher, die pro Jahr in das kleine Örtchen strömen.
Also machten wir uns gleich nach dem Frühstück im Black Rabbit zum Province-Flughafen.
Wir sind wie immer die Ersten und hofften, dass einer von uns vorne sitzen kann, was dann auch funktioniert hat, Juergen darf wieder Co-Pilot sein.

Nach der kurzen Einweisung ging es dann auch gleich los, und die Suche nach den großen Meeressäugern begann.
Wir flogen ca. 150 Metern überm Meer immer die Augen auf die Wasserfläche gerichtet und dem Wunsch, plötzlich eine Wasserfontäne oder Schwanzflosse zu sehen.

Plötzlich ein Wal, unser Pilot hatte ihn als erster entdeckt und wir waren aufgeregt wie kleine Kinder. Der Meeressäuger schwebte mit dem Kopf nach unten im Wasser, wobei die Schwanzflosse dicht an der Wasseroberfläche war. Unser Pilot meinte, dass er wahrscheinlich schlafen würde und dies eher selten sei.

Dann plötzlich wird ein zweiter Pottwal von einem anderen Flugzeug gesichtet und wir nahmen sofort Kurs auf. Das zweite Flugzeug umkreiste bereits das Tier etwa 75m unterhalb unserer Flughöhe, dann legten wir uns auch in die Kurve und umkreisten das Tier mehrfach mit einem konstanten Radius. Es war ein besonderes Erlebnis die größten Meeressäuger so nah in ihrer natürlichen Umgebung zu erleben.

Leider ist er nach kurzer Zeit wieder abgetaucht, um vermutlich nach Nahrung zu suchen. Unser Pilot meinte dazu lapidar: „DER WAL MACHT WAS DER WAL WILL“. Unsre Flugzeit war mittlerweile auch abgelaufen und so flogen wir wieder zurück um zu landen.

Und ja so ist es, den kann man nicht festhalten. Trotzdem war es für uns ein besonderes Erlebnis was wir nicht nur auf unserem Kameraspeicher gebannt haben, sondern auch ganz fest in unserem Gedächtnis.
Mit reichlich Restadrenalin fuhren wir dann weiter Richtung Christchurch, immer am Meer entlang auf der wunderschönen Küstenstraße. An einer Einbuchtung sehen wir wieder Hunderte von Robben, klein bis groß spielten sie im Wasser.

In Christchurch angekommen hatten wir uns vorgenommen, die Stadt samt Hafen uns von Oben anzusehen. Hierzu bat sich die Hauseigene Seilbahn namens GONDUAL bestens an, um den erloschenen Vulkan zu bezwingen.
Oben angekommen hatten wir einen wunderschönen Blick auf die Stadt, Strand, Meer, Hafen und die nähere Umgebung.

Bei unserem Rundumblick entdeckten wir in der Ferne dicke Wolken am Himmel. Die sahen wir schon auf der Herfahrt und wir befürchteten schon, dass der Vulkan ausgebrochen sei oder kurz davor.

Denn 2010 und 2011 wurde Christchurch durch zwei starke Erdbeben erheblich zerstört. Damals kamen 185 Menschen ums Leben und rund 80% der der Innenstadt wurden in Mitleidenschaft gezogen. So wurden rund 100.000 Gebäude beschädig und 10.000 Wohnhäuser mussten wegen Einsturzgefahr abgerissen werden. Auch heute ist die Stadt immer noch eine große Baustelle. Das trifft auch auf die Christ Church Cathedral zu. Eifrig versucht man das zu retten was noch erhalten ist und es wird sicher noch einige Zeit dauern, bis ein Besuch wieder möglich ist.
Das erste Beben 2010 hatte die Kirche mit wenig Schäden überstanden. Doch mit dem zweiten Beben 2011 stürzte der Turm in sich zusammen und riss viele Teile des Kirchenschiffes mit sich.

Doch eine Sehenswürdigkeit konnten auch die großen Beben nichts anhaben, die Tram. Eine sehr alte, nostalgische Bimmelbahn, mit der man quer durch die Stadt fahren kann. Insgesamt umfasst sie 18 Haltestellen, bei denen man ein-  und aussteigen kann.


Auch sehenswert, da einzigartig, die Cardboard Cathedral. Der japanische Architekt Shigeru Ban ist dafür bekannt, schnell und kostengünstig in Katastrophengebieten Gebäude zu errichten. Nach seinen Plänen wurde hier eine besondere Kirche gebaut. Die A-Mast Konstruktion aus Holz, Stahl und über 50 Kartonröhren. Das Gebäude soll 50 Jahre halten, wir werden es erleben. Leider war sie heute geschlossen, so konnte wir sie nur von außen besichtigen und die bunte Glasfront bewundern.

Den Rest vor Tag verbrachten wir damit lecker Abend zu essen und unser Quartier für die Nacht aufzusuchen.
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Arthur Pass und die Pancake Rocks

von der Ostküste zur Westküste Über den Arthur Pass und weiter zu den Pancake Rocks

Für heute planten wir die Überquerung der Insel von der Ostküste zur Westküste. Von Christchurch aus ging es dann erstmal in Richtung Springfield, den Startpunkt des Arthur Passes. Danach ist es ganz einfach, immer der Straße nach von Ost nach West quer über die Südinsel Neuseelands.


Das Wetter war an diesem Tag etwas durchwachsen und zwischendurch hat es auch geregnet. Die Wolken hingen tief und die Temperaturen heute war nur 12 °C, also erst mal warm einpacken. Auf unserem Weg sahen wir einige Bergriesen mit über 2.000 Meter, die aus vulkanischen Aktivitäten vor Millionen von Jahren entstanden. Dann wieder flache Gebiete mit Flüssen, über die lange Brücken führten.

Auch wenn das Wetter nicht so berauschend war, machten wir immer wieder mal halt und die beeindruckende Landschaft uns in aller Ruhe anzusehen und natürlich auch abzulichten. Dabei fielen uns sonderbare Felsformationen und einige Bergseen auf.

Vorbei an dem alten „Jacksons Pup“, ein letzter Rest der einst wichtigen Eisenbahn- und Postkutschenstation, die 1894 eröffnete wurde. Hier fuhr auch der TransAlpine Express durch und war zugleich der Bahnknotenpunkt der Midland Line von Stillwater über Moana und ab 1899 nach ihrer Erweiterung bis nach Otira.
Unser Weg führte uns dann zum Ende des Passes, der mit der Kumara Junction endet. Bevor wir dann unsere Fahrt weiter Richtung Norden fortsetzten, beschlossen wir, dem Honey Cafe, welche sich direkt an der Kreuzung befindet, einen Besuch abzustatten. Dem Namen gerecht zu werden gab es hier auch verschiedene Sorten Honig zu kaufen. Wir konnten auch nicht widerstehen und erwarben auch etwas von dem süßen Nektar.

Gestärkt nahmen wir dann wieder fahrt auf zu den Pancake Rocks in der Nähe von Punakaiki.
Die Pancake Rocks sind eine Felsformation im Paparoa-Nationalpark auf der Südinsel Neuseelands und etwa 40 Kilometer nördlich von Greymouth. Direkt an der Tasmansee gelegen, sehen die Felsen aus wie übereinander geschichtete Eierkuchen, wodurch sie zu ihrem Namen kamen. Sie entstanden vor ca. 30 Millionen Jahren durch übereinander geschichtete Ablagerungen von Kalksedimenten und Tonmineralien. Da diese Schichten unterschiedlich schnell erodieren entstanden diese bizarren Formationen.

Für die Besucher ist ein Besucherzentrum mit großem Parkplatz angelegt und der Andrang machte es uns schwer einen Parkplatz zu finden. Aber etwas abseits fanden wir dann noch ein Plätzchen. Auch für das leibliche Wohl war gesorgt, es gab unteranderem natürlich reichlich Pancakes.
Um vom Parkplatz zum Eingang des Parkes zu gelangen mussten wir nur über die Straße, danach führt ein Rundweg durch den Park.
Zunächst vorbei an zahlreichen bizarren Felsformationen und den Blowholes. Hier drück das Wasser der Brandung in Höhlen und Ausspülungen mit engen Löchern und Röhren in den Fels hinein. Als Folge daraus schießt an anderer Stelle, mit hörbarem zischen, Wasserfontänen in die Höhe, sehr beeindruckend.

Nachdem wir uns satt gesehen hatten, machten wir uns auf den Weg nach Greymouth, wo wir für die heutige Nacht eine Unterkunft gebucht hatten. Greymouth ist ein verschlafener Ort und macht seinem Namen alle Ehre. Das Städtchen hat den Charme einer grauen Maus und dazu kam dann noch, dass vielen Geschäfte und Restaurants geschlossen hatten. Vieles ist ungepflegt und abgewirtschaftet und bedarf einer dringenden Renovierung. Google sei Dank, fanden wir doch noch ein nettes Lokal und das Essen war wirklich gut. Frisch gemachte Burger mit viel Belag und Pommes durften auch nicht fehlen. Nach dem Essen, mit vollen Bäuchen, wollten wir am Strand noch etwas spazieren gehen und den Sonnenuntergang erleben. Doch daraus wurde leider nix, den durch die starke Bewölkung war nichts zu erkennen, schade. Ähnlich hatten es wohl auch die zahlreichen Camper vor, die an der Küste ihren Nachtplatz einrichteten.
Wir zogen es dann vor unsere Unterkunft aufzusuchen und den Tag ausklingen zu lassen.
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Die großen Gletscher, erste Begegnung

Erkundung der Landschaft in der Gletscherregion und eine Wanderung rund um den Mathesan Lake

Für heute 14:30h war der Hubschrauberflug zu den Gletschern geplant, doch als wir am Morgen bei Regen und 16°C uns auf den Weg zum Franz Josef Glacier machten, hatten wir nicht viel Hoffnung.
Unsere Fahrt ging vorbei an sattem Grün, wo man auch hinsah. Es war teilweise wie im Regenwald und dicht bewachsen bis an den Straßenrand. Die Wolken hangen tief an den Bergen und manchmal schaffen es ein paar Sonnenstrahlen ihn zu durchdringen. Der Franz Josef Highway, benannt nach dem gleichnamigen Gletscher, führte uns direkt zur gleichnamigen Stadt. Kurz bevor es in die Stadt geht, fuhren wir rechts ab auf einen Parkplatz nahe Franz Josef Gletscher. Dort angekommen stellten wir fest, dass wir nicht die ersten waren, der Parkplatz war schon gut besucht. Nach kurzer Prüfung der Lage beschlossen wir, den ausgeschilderten Weg zum bzw. in Richtung Gletscher zu gehen. Wir waren voller Erwartung, die Gletscherzunge zu sehen oder vielleicht sogar ein Gletschertor, aus dem das Schmelzwasser läuft. Leider war nicht viel zu sehen. Es war Nebel und das Ende des Pfades war viel zu weit von der Gletscherzunge entfernt.

Starke Regenfälle haben große Teile des Weges einfach weggespült und es wurde eindringlich gemahnt dies zu respektieren. Nur ein Wasserfall in der Nähe konnten wir formatfüllend ablichten.

Eindrucksvoll auch das schwarzweiß Bild, dass den Gletscher im Jahre 1908 zeigt, als er an der Stelle endete, an der wir jetzt gerade befanden. Ja die Gletscher schmelzen, das ist fakt.

Nun fing es auch noch stärker zu regnen an und die Wolken hingen immer tiefer. Das konnte uns aber nicht beeindrucken und wir trotzen dem Wetter. Wir entschlossen uns eine kleine Tour zu gehen, die bequem vom Parkplatz aus erreichbar war. Der Weg führte uns zu einer Hängebrücke, deren Ende auch gleichzeitig das Ende des Pfades markiert.

Ein Weiterkommen war nicht möglich, da auch hier starke Regenfälle den Weg einfach wegspülten. Die Brücke selbst war mit einem für uns lustigen Hinweis versehen, der offensichtlich die Traglast der Brücke auf max. 5 Personen beschränkte. Nun ja, wir waren ja nur zu zweit, also keine Gefahr😉

Nachdem wir dann noch ein paar digitale Erinnerungen auf der Speicherkarte abgelegt hatten, gingen wir zurück zum Parkplatz.

Mittlerweile war es Mittag geworden und so entschieden wir nach Franz Josef zu fahren. Zum einen um eine Kleinigkeit zu essen und zum anderen, um mal beim Helikopter Office nachzufragen, ob heute noch was geht.
Dann die Ernüchterung, es war klar, heute fliegt keiner mehr, aber morgen sieht das Wetter besser aus, sodass unser Flug höchstwahrscheinlich stattfinden kann.
Nach der Kaffee Pause, ein Mittagessen wäre uns dann doch zu viel gewesen, fuhren wir nach Fox, gleichnamig zum Gletscher, um unsere Unterkunft im Heartland Hotel in Beschlag zu nehmen. Die Straße dorthin, wie sollte es auch anders sein, hieß Fox Glacier Highway und schlängelte sich zunächst bergauf dann bergab durch die dicht bewachsenen Berghänge.

Auch in Fox gab es einige Möglichkeiten, um die nähere Umgebung zu erwandern. Und so beschlossen, wir eine Runde um den Mathesan Lake zu gehen. Eine Tour nicht so furchtbar anspruchsvoll, also genau das richtige für den Nachmittag. Der See wird oft in Reiseführern beschrieben und ist deshalb sehr bekannt. Bei schönem Wetter werden die umliegenden Berge im See reflektiert wie in einem Spiegel, aber heute halt nicht, schade.

Aber der Weg rundherum war wunderschön, viel Moos, Farne und Bäume wie im Märchenwald. Auch den einen oder anderen Ausguck konnten wir entdecken, sowie eine weitere Wackelbrücke.

Später gingen wir dann noch im Hotel essen und dann nährte sich auch dieser Tag dem Ende.
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Franz Josef Gletscher und Tatare Tunnel

Zweiter Anlauf zum Franz Josef Gletscher, Wanderung zum Tatare Tunnel und Tunnel Expedition, auf der Suche nach den Glühwürmchen

Mist, als wir nach dem Aufstehen aus dem Fenster sahen mussten wir leider feststellen, dass das Wetter heute leider auch nicht viel besser war als gestern. Ein bisschen Sonne traute sich aus dem wolkenverhangenen Himmel, ansonsten tiefgrau und Nebel.
Nach dem Frühstück fuhren wir noch einmal zum Franz Josef Gletscher Parkplatz. Vielleicht haben wir heute mehr Glück als gestern und bekommen den Gletscher zu sehen. Also machten wir uns wieder auf den Weg bis zur Absperrung und tatsächlich, wir konnten den Gletscher sehen. Die Details sahen wir uns auf den Bildern an, die wir mit dem Zoomobjektiv aufgenommen haben. Auch wenn die Sicht deutlich besser war als gestern, der Abstand zum Gletscher war immer noch der gleiche😎.

Um 13:00h wurden wir wieder in Helikopter Office vorstellig und fragen noch mal zwecks unseres Fluges nach. Die Antwort war kurz und knapp: “Nein, alle Flüge für heute sind gestrichen.“ Allmählich gingen uns die Optionen aus, da in unsrem strammen Terminplan für morgen bereits die Abreise vorgesehen war. Wir kalkulierten den morgigen Tag dann nochmal durch, bezüglich nächsten Zieles und Fahrdauer. Das Ergebnis war eindeutig, morgen bis 10:00h war unsere letzte Möglichkeit mit dem Hubschrauber über die Gletscher zu fliegen. Um 12:00h mussten wir uns auf den Weg machen, um die Tagesetappe noch zu schaffen.

Da wir bereits in Franz Josef waren lag es nahe, eine weitere Tour von hieraus zu starten und den Tag zu nutzen. Wir wählten eine Route, die zu einem ausgedienten Tunnel führte und bei Bedarf eine weiter Möglichkeit bot für eine Verlängerung unserer Tour. So haben wir nicht lange gefackelt und machten uns auf den Weg, zunächst an einem kleine Bach entlang und dann bergauf in den Wald.

Der Tatare Tunnel, der sich am Ender des Tracks sich befindet, wurde 1897 gebaut. Die ersten Goldgräber hatten hier einen 500m langen Stollen durch den Berg getrieben. Er versorgte die Waiho-Terrassen mit reichlich Wasser, dass zum Schürfen von Gold eine unerlässliche Voraussetzung ist. Leider reichte das gewonnene Gold, dass aus den Terrassen geschürft wurde, nicht einmal aus, um den Tunnel zu finanzieren. Daraufhin hat man kurzerhand auf dem Gelände die Gemeinde Franz Josef gegründet.
Ab 1911 versorgte der Tunnel und die im Anschluss gelegten Rohre das alte Hotel Graham mit Wasser. Auch nutzte man das Hochdruckwasser, um ein Peltonrad anzutreiben, um tagsüber Strom für ein Sägewerk bereitzustellen und nachts die Stadt damit zu beleuchten. Ab 1938 wurde dann nur noch Strom in einem Kraftwerk in der Tatare-Schlucht erzeugt. Die Anlage war bis zu dem massiven Erdrutsch 1982 in Betrieb.

Der Tunnel ist auch dafür bekannt, dass er eine nur in Neuseeland vorkommende Glühwürmchen Art beherbergt. Das Ganze hatte nur einen Haken, im Tunnel stand mal mehr mal weniger Wasser. Zum Durchschreiten wurden Kleidung mit Regenschutz und vor allem festes, wasserdichtes und knöchelhohes Schuhwerk empfohlen, was wir nicht dabeihatten. Nichtsdestotrotz wagte sich mein lieber Höhlenforscher ins Abenteuer. Bewaffnet mit Stirnlampe und Kamera ging er die ganzen 500m bis zum Ausgang, der aber verschlossen war, und zurück.
Mir war das zu gruselig, ich habe davor die Stellung gehalten. Nach einiger Zeit blitze mir ein Lampenstrahl entgegen und Jürgen war wohlbehalten, mit nassen Schuhen, zurück.

Leider war nicht viel von den Würmchen zu sehen, schade. Es gab nichts das sich lohnte zu knipsen außer den Tunnelgang, den Ein- und Ausstieg.

Nach der Tunnel-Expedition machten wir und auf den Rückweg bis zu der Wegkreuzung, an der wir unsere Tour noch etwas ausdehnen konnten, was wir dann auch taten. Zunächst ging es weiter den Berg hinauf, von wo aus wir einen herlichen Blick auf den Gletscherfluß hatten.

Dann ging es durch den Wald hinunter, bis wir zum Schluss ab Flussbett des Gletschers standen. Etwas oberhalb war wiederum eine Hängebrücke die über den Fluss führte. Auch hier war am anderen Ende der Brücke der Weg zu Ende.

Dort verweilten wir ein bisschen und genossen das Rauschen des Gletscherwassers. Danach ging es zum Ausgangspunkt zurück. In Summe waren wir dann 3 Stunden unterwegs und legten gemütlich 8,62 km und 294 Höhenmeter zurück. Hier noch ein paar Aufnahmen vom 2ten Teil der Tour.

Nach dem Abendessen im Cook Saddle Cafe & Saloon fuhren wir zum G-Prah Viewpoint um den Sonnenuntergang zu genießen. Hier kann man bei guter Sicht die höchsten Berge der neuseeländischen Alpen sehen, den Mount Cook mit 3.724m und den Mount Tasman mit 3.497m.

Einen Aufreger hatten wir dann noch in der Nacht erlebt. Kurz vor zwei Uhr schreckten wir aus dem Schlaf auf. Eine Sirene ertönte lautstark mehrere Minuten. Aufgeregt schauten wir nach draußen, aber niemand hatte sich dort versammelt. Google sei Dank, dort bekamen wir die Antwort, es handelt sich hier um einen Notfall Alarm für die Feuerwehrleute. Die Sirene können wegen einem schweren Unfall, Feuer oder andren Katastrophen ertönen. Es werden damit die Helfer alarmiert, um sich in der Basis zu treffen. Für uns bestand in diesem Moment keine Gefahr so legten wir uns hin, um weiter zu schlafen.
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Mit dem Hubschrauber auf den Gletscher

Überflug beider Gletscher und Landung auf dem Franz Josef. Dann über den Hass-Pass nach Arrowtown und Alexandra

Aufwachen und den ersten Blick zum Himmel und was sahen wir, Sonne pur!
Die ersten Hubschrauber waren auch schon zu hören und die Aufregung stieg, denn heute sollte es klappen, unser Flug über die Gletscher.
Zuvor wollten wir aber nochmal zu unserem gestrigen Aussichtspunkt G-Prah Viewpoint, um zum Sonnenaufgang einen Blick auf die Alpen zu werfen.

Wieder zurück im Hotel packen wir schnell die Koffer und verstauten alles im Auto, denn nach dem Flug mussten wir ja unsere Reise fortsetzen. Nach einem überschaubaren Frühstück ging es ab zum Helikopter Office, unserem Treffpunkt. Dort hatten sich schon mehrere Fluglustige eingefunden. Dann das obligatorische Wiegen, denn je kleiner das Fluggerät desto wichtiger die Gewichtsverteilung. Das Gewicht und die Sitzposition im Helikopter wurden auf einen farbiges Handbändchen notiert, das fand vor allem in der Damenwelt nicht besonders viel Anklang. Wir waren mit einem Ehepaar aus Indien in einer Gruppe, offenbar erreichten wir mit 4 Passagieren bereits das max. zulässige Startgewicht 😉
Nach einem kurzen Briefing wurden wir mit einem Kleinbus zum nahen gelegenen Startplatz gefahren. Wir hatten unglaublich viel Glück mit dem Wetter, Sonne pur ohne eine einzige Wolke am Himmel. Die Agentur meinte, dass für morgen und die nächsten Tage wieder schlechtes Wetter angesagt ist, sodass heute Großkampftag in der Luft sei. Ein Hubschrauber nach dem anderen verließ seinen Startplatz, andere kehrten wieder zurück. Auch waren einige Flugzeuge zu sehen, die von naheliegenden Flugplätzen herangeflogen kamen.
Unser Flug in Fox war auf 10:00h geplant und da wir uns etwas früher am Startplatz einfanden sahen wir, wie unser Pilot Andy mit einem gut gefüllten Hubschrauber angeflogen kam.

Nach der Landung stiegen alle zügig aus und nach einem kurzen Auftanken ging es dann auch für uns los. Anschnallen, Kopfhörer auf, Kamera bereithalten und ab in die Lüfte.

Mein Copilot hatte mal wieder Glück vorne zu sitzen, ich saß am Fenster hinter dem Piloten, so hatten wir beide beste Voraussetzung, um DAS perfekte Bild zu schießen.
Nach dem Start ging es dann erst mal ein paar km in Richtung über flaches Land zum Fox Gletscherausgang.


Die Strecke verlief entlang des 13 km langen Fox Gletschers Richtung Gipfel. Zunächst über das Gletschertor und dann über die Gletscherzunge, die sich mit 5m pro Tag ins Tal bewegt.

Zum Greifen nah sahen wir Eis, Gletscherspalten, Felsen und Schneefelder immer weiter, im Steigflug, einem möglichen Landeplatz auf dem Plato entgegen.

Ob, und wo gelandet wird liegt in der Verantwortung des Piloten, er allein entscheidet. Für Andy schien das kein Problem zu sein, vermutlich ist er schon tausendmal auf dem Gletscher gelandet. Schließlich landeten wir relativ nach zu einem zweiten Helikopter auf dem Plato. Wir durften den Hubschrauber verlassen, um auf dem Gletscher herumzulaufen und uns umzusehen.

Es war unglaublich, diese Weite, das Licht, einfach unbeschreiblich. Die Dimensionen des Platos waren überhaupt nicht abschätzbar, da es auf dieser riesigen Eisfläche einfach keine Bezugspunkte gab. Einzig ein kleiner schwarzer Punkt in der Ferne ließ erahnen, wie gewaltig die Ausmaße sind. Bei Heranzoomen konnten wir erkennen, dass dieser winzig kleine schwarze Punkt ebenfalls ein gelandeter Hubschrauber war.

Unsere spätere Recherche ergab, dass der FOX-Gletscher eine Fläche von ca. 35 km² einnimmt, das ist schon ein Wort. Auch hier mal zu Vergleich, der Größte Gebirgsgletscher ist der Malas Pina auf Alaska mit 4.275 km², ja da fällt mir nichts mehr dazu ein.
Inzwischen landen weitere Hubschrauber in der Umgebung und für uns war es Zeit unseren Flug fortzusetzen. Nach dem souveränen Start ging der Flug hinunter über den 11 km langen Franz Josef Gletscher mit einer fantastischen Aussicht auf den Verlauf der Gletscherzunge bis zu dem Punkt, wo der Gletscher kalbt.


Dabei überflogen wir auch die Stelle, an der wir den Gletscher von unten gesehen hatten. Talabwärts auf dem Weg zum Landeplatz war auch deutlich das Flussbett zu sehen, dass der Gletscher vor 10.000 Jahren in die Landschaft geschliffen hat, als er noch bis zum Ozean reichte.


Während des gesamten 40-minütigen und insgesamt 64 km langen Fluges amüsierten wir uns herzlich über unseren Piloten, der den Flug genauso genoss wie wir und dies quittierte er, mit mindestens einmal in jedem Satz, mit „AWESOME“ es war einfach herrlich.

Mit viel Adrenalin und wunderbaren Bildern im Kopf fuhren wir dann los Richtung Wanaka, Queenstown, Arrowtown, Cromwell und Alexandra, wo wir unser Unterkunft gebucht hatten. Das Ganze wieder mal quer über die Insel. Der erste Ort war Haas und danach über den Haaspass bis Wanaka.

Danach fuhren wir an riesigen Bergseen (Blue Pools) vorbei, erst Lake Wanaka umgeben von Zweitausender. Danach Lake Hawea. Beide Seen sind nur durch eine schmale 35 km lange Landzunge getrennt.

Danach ging es dann auf einer kleineren Passstraße auf über 1.000 Höhenmeter hinauf und dann auf der anderen Seite wieder hinunter. Das Richtige für meinen Rallye Fahrer. Unten angekommen gönnten wir uns noch einen Abstecher nach Arrowtown, einer ehemaligen Goldgräberstadt, heute sehr schön renoviert und gut erhalten. Viele Geschäfte luden zum Kaufen und Geldausgeben ein.
Gefühlt wurden wir ein bisschen in die alte Zeit versetzt, als man mit dem Pferd durch die Straßen ritt und mit Staub im Hals in den nächsten Salon stürmte, um einen Whiskey zu trinken.

Den Rest der Strecke ging es durch das zweite große Weingebiet in Neuseeland, Otago. Auch hier gab es zahlreiche Weingüter, aber wir hatten leider keine Zeit, um ihnen einen Besuch abzustatten.
Auf dem Weg fiel uns dann noch eine alte Brücke aus der Goldgräberzeit ins Auge, da mussten wir dann doch einen Stopp einlegen. Zur Freude alle Adrenalin Junkies war auf der Mitte der Brücke eine Bungee Jumper Absprungeinrichtung installiert. Da es schon spät war und ein furchtbar heftiger Wind durch das überspannte Tal zog war der Betrieb für heute vermutlich schon eingestellt. Na ja, wir hatten eh keine Ambitionen uns an einem Gummisein hängend lang ziehen zu lassen 😉

Auf dem letzten Stück bis zur Unterkunft war uns wieder ein sehr abwechslungsreicher Weg, mit Bächen und Flüsse, aber auch viele Berge und triste trockene Landschaften, beschert.
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Moeraki Boulders und Dunedin

Besuch der Moeraki Boulders an der Pazifikküste, Stadtbummel in Dunedin und Besichtigung der Historischen Gebäude

Nach dem überwältigenden Abenteuer vom Vortag gingen wir es heute etwas ruhiger an. Von Alexandra aus fuhren wir nach Dunedin, aber mit einem Zwischenstopp an der Pazifikküste. Wie in unserem Reiseführer zu lesen war, sind hier zwischen Moeraki und Hampden die sagenumwobenen Moeraki Boulders, die, nach einer Legende der Māori, Reste von Aalkörben, Flaschenkürbissen und Süßkartoffeln sind, die von dem Wrack des legendären Kanus Arai-te-uru an die Küste gespült wurden.
Die Moeraki Boulders sind kugelförmige Steine, sogenannte Konkretionen, mit bis zu 3 Meter im Durchmesser. Die mysteriösen, kugelförmigen Riesen entstanden vor 4-5 Millionen Jahren, aus Schlamm, feinem Lehm und Ton, die von Calcit zusammengekittet wurden. Währen dieser Zeit lagerten sich 10 bis 50 Meter Schlamm über ihren ab.

Durch das Anheben des Meeresbodens liegen sie nun oberhalb der Wasseroberflächen und werden in Brandungsnähe nach und nach freigelegt und rollen Richtung Meer oder bleiben einfach liegen.


Leider hatten wir heute keinen schönen Tag erwischt und es wehte ein heftiger, kalter Wind über den Strand.

Auch das Fotografieren wollte heute nicht so richtig Spaß machen, zumal die Objekte der Begierde nur in einer doch sehr überschaubaren Anzahl zur Verfügung standen. Im Vergleich mit den Bildern aus unserem Reiseführer gab es da schon einen signifikanten Unterschied betreffen der Anzahl.

Wir konnten auch nur Vermutungen anstellen und kamen dann letztendlich auf 4 mögliche Gründe. Erstens, sie zerfallen schlicht und ergreifend über die Zeit oder zweitens, sie werden von Souvenirsammlern entwendet oder drittens, es war Flut und einige waren eben zu der Zeit unter Wasser oder viertens, sie versinken nach und nach im Sand. Wir lichteten eben ab was zur Verfügung stand und verweilten dann lieber noch etwas in der nahegelegenen, warmen Strandhütte bei einem heißen Kaffee und etwas zu Knabbern.

Nachdem wir uns wieder aufgewärmt hatten, machten wir uns auf den Weg nach Dunedin. Dunedin gehört zum Verwaltungssitz der Region Otago und ist die zweitgrößte Stadt auf der Südinsel. Des Weiteren ist sie bereits seit 1869 Sitz des römisch-katholischen Bistumes und verdank diesem Umstand auch die St. Joseph Cathedral.


Der Bau, zunächst einer Kirche, wurde von Bischof Alexander Forbes im Jahre 1853 veranlasst und wurde erst 1905 zur Kathedrale ernannt. Sie ist seitdem Sitz der Bischöfe von Brechin. Leider konnten wir das Innere nicht besichtigen, da das Gebäude geschlossen war. Uns hätte noch die Orgel von „Hill and Son“ interessiert, die 1865 installiert wurde.
Nicht zu vergessen ist auch der wunderschöne Bahnhof von Dunedin. Schon 1873 gab es eine erste Eisenbahnverbindung zwischen Dunedin und Port Chalmers, die dann später immer weiter ausgebaut wurde. So war es nötig, das wachsende Aufkommen der Passagiere, in einem entsprechenden größeren Bahnhof abzuwickeln.

Die Grundsteinlegung für den Neubau wurde durch den damaligen Minister of Railways, Joseph Ward im Jahre 1905 gelegt.

Entworfen wurde das im flämischen Renaissance Baustil gehalten Gebäude von George Alexander Troup dem ersten offiziellen Architekten der neuseeländischen Eisenbahnen. Er zeigte sich unter anderem auch verantwortlich für die Stationen in New Plymouth, Lower Hutt und Bluff, aber mit dem Bau in Dunedin schuf er sein Meisterstück. Das Gebäude wurde aus dunklem Basalt und hellem, als Ototara bezeichneten Kalkstein, der von Steinbrüchen aus Oamaru stammte, errichtet. Polierte Granitplatten prägen die Torgänge der Vorderseite des Gebäudes und über 725.760 Porzellan-Fliesen sind in den Gängen und im großen Hauptsaal des Gebäudes zu Mosaikflächen verbaut. Sie zeigen Bilder von Eisenbahnfahrzeugen, Rädern, Signalen, Lokomotiven und in großen Buchstaben das Kürzel NZR für New Zealand Railways.

Sehenswert sind auch die bunten Glasfenster die für einen Bahnhof doch eher unüblich sind und gleichzeitig zeigen wie reich die Stadt zu der Zeit war des Goldrausches war.

Im Anschluss schlenderten wir noch durch die Stadt und erfreuten uns der Sonne, die sehr spät am Tag, aber immerhin noch hervorkam.

Den Abend begingen wir wie immer mit einem gemütlichen Abendessen und ließen dann den Tag mit einem Gläschen Wein ausklingen.

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Halbinsel Otargo, Albatrosse und Pinguine

Besichtigung der Albatros Kolonie auf der Halbinsel Otargo und der Versuch Pinguine abzulichten

Nach einer eiskalten Nacht in unserem Appartement freuen wir uns auf Sonne und Wärme. Unser Plan für heute sah vor, die Halbinsel Otargo Peninsula, die sich von Dunedin aus ca. 20km nordwestlich in den Ozean erstreckt, zu erkunden. Die Halbinsel ist für die dort ansässige Königsalbatros Kolonie bekannt, die einzige Festlandkolonie diese Vogelart auf der Welt. Auch bekannt ist die Halbinsel durch die hier lebenden Korora Pinguine.

Zunächst mussten wir bis an die nördlichste Spitze der Halbinsel fahren. Um sicher zu stellen, dass wir an einer der 60-minütigen Führung teilnehmen können, haben wir bereits am Vortag gebucht.
Da wir etwas zu früh dran waren, hatten wir noch Zeit uns etwas umzusehen. Das Gelände vor dem Observatorium bat einige Möglichkeiten sich zu bewegen und die Tiere zu beobachten, vornehmlich Möwen und später auch Robben.

Leider konnten wir nur sehr kurz Albatrosse im Flug beobachten, da sie offensichtlich weit draußen auf dem Ozean auf Futtersuche waren. Einen haben wir fliegend abgelichtet, und so konnten wir die Ausmaße der Flügel und die Eleganz seiner Flugkünste beobachten.

Dann war es Zeit für die Führung. Zunächst starteten wir mit einem keinen Film über die Besonderheit der Gegend und warum es hier Albatrosse gibt. Danach ging es hoch auf einen kleinen Berg, auf dem das Observatorium stand. Am Eingang kam uns schon die Gruppe vor uns entgegen, wie so oft ist hier alles im Minutentakt organisiert. Das Gebäude selbst ist nicht besonders groß und besteht im Wesentlichen aus einem Raum. Eine Seite, auf der man die brütenden Vögel beobachten kann, war mit Fenstern versehen. Diese waren außen verspiegelt, so dass die Vögel nicht gestört werden.
Wir sahen 4 große Königsalbatrosse und noch ein paar Jungvögel. Die bis zu 11 kg schweren Seevögel haben eine Spannweite von bis zu 3,5 Metern. Sie können lange in der Luft bleiben und einen Ozean ohne Mühe überqueren. Man schätzt die jährliche Flugleistung auf 190.000 km. Eine erstaunliche Strecke. Nach ca. 20 Minuten war dann die nächste Gruppe an der Reihe und wir mussten das Feld räumen.

Als zweite Attraktion für heute hatten wir geplant die Kororā Pinguine zu besuchen, aber daraus wurde leider nichts. Sie sind tagsüber nicht anzutreffen, da sie im Meer sind, um Nahrung aufzunehmen. Erst bei Einbruch der Dunkelheit kommen sie zurück. Deswegen gibt es am Tag immer nur eine Führung. Auch hier wollten wir am Vortag buchen, aber führ die nächsten Tage war schon alles ausgebucht, schade.
Wie haben uns aber trotzdem etwas schlau gemacht, um darüber schreiben zu können.
Die Kororā sind die kleinste Pinguinart der Welt. Sie sind auch leicht an Ihrer blauen Farbe zu erkennen. Sie leben hier im Naturschutzgebiet Takiharuru/Pilots, wo sie nachts über den Strand eine Böschung hinauf watscheln, um ihre Höhlen zu erreichen. Dort verbringen sie dann die Nacht, um ihren Nachwuchs zu füttern und sich für den nächste Tag auszuruhen, denn dann geht es wieder weit hinaus auf den Ozean.

Sehenswert war auch die große Schar an Möwen, die hier ihr Reich haben und sich wohl fühlen. Auf jeden Fall waren die aktiver als die Albatrosse und zeigten kunstvollen Flugmanöver.

An der einen Bucht konnten wir sogar noch ein paar Robben entdecken. Sie lagen in der Sonne, aber schwer zu erkennen da sie sich farblich nur sehr marginal von den Felsen unterschieden.

Da es noch früh am Tag war entschlossen wir uns noch eine kleine Tour zu gehen. Da wir uns ja nicht auskannten bemühten wir Komoot, eine APP, die für fast überall auf der Welt Touren bereit hält, die Meisten von privaten Wanderern eingestellt. Eine Tour zur Sanfly Bay mit einem schönen Bild von einem Bilderbuchstrand weckte unsere Aufmerksamkeit. 3:15 Std / 8,60 km / 367 Höhenmeter schien uns als machbar, also machen wir uns gleich zu Ausgangspunkt. Am Parkplatz angekommen, der auch gleichzeitig den Startpunkt markierte, ging es erst mal einen längerer Weg bergab, entlang der Schotterstraße, auf der wir gekommen waren.

Nach ca. 2,5km ging es dann rechts ab, erst eine weitere Schotterstraße, dann quer über Wiesen und Feldern. Auch kamen wir wieder an zahlreichen Schafherden vorbei, die wie wild aufschreckten, als sie uns sahen.

Die Felder und Wiesen reichten fast bis zum Strand und waren reichlich begrünt, was auch nicht den Schafen entging. Die Schafe nutzten auch diese Wege, um zu dem saftigsten Futter nahe dem Strand zu gelangen. Doch plötzlich hinter einer Biegung stand ein Schaf mitten auf dem Weg, völlig abwesend und mit Fressen beschäftigt. Als wir uns gegenseitig entdeckten, rannte das Schaf wie eine Rakete davon und uns fiel fast der Fotoapparat aus der Hand. Da es aber ein nur sehr schmaler Pfad war, war das Schaf in der Zwickmühle. Wir waren hinter ihm und vor ihm das Meer. Doch wir hatten Mitleid und machten dem Schaf Platz. Dies nutzte die Gelegenheit und rannte wieder wie wild an uns vorbei. Wir wussten nicht, wer mehr Herzklopfen hatte, wir oder das Schaf.

Nachdem wir noch ein paar kleinere Dünen hinter uns gelassen hatten, erreichten wir die Sandfly Bay mit einem riesigen Strand und ein bewegter Ozean mit hohen Wellen, die auf den Strand trafen.

Entsprechend unserer Routenplanung mussten wir bis ans andre Ende des ca. 1 km langen Strand gehen und dann in einem Boden zurück zu unserem Ausgangspunkt. Kaum hatten wir die ersten hundert Meter zurückgelegt sahen wir plötzlich eine Robbe am Strand, was ein Glückstag. Aus der einen Robbe wurden dann immer mehr. Wie mehrfach an verschiedenen Stellen beschrieben, hielten wir gebührend Abstand und fotografieren, was die Blende hergab. Sie dagegen ließen sich nicht stören und genossen sichtlich die herrlichen Sonnenstrahlen und wärmten sich auf.

Fast am Ende des Strandes führte uns dann unser Weg rechts ab durch die Dünen und immer knapp vorbei an den überall verstreuten, schlafenden Robben. Wir wollten sie ja nicht aufzuschrecken. Wir gingen, entsprechend dem Pfad immer weiter die Dünen hoch als Jürgen plötzlich stoppte. Hinter einer kleinen Biegung in den Dünen lag eine große Robbe.

Erschrocken machten wir auf dem Absatz kehrt und nahmen dann doch den Weg an den anderen Robben vorbei die Düne hinauf. Wir hatten mächtig Respekt vor dem Tier, sie sehen zwar unbeholfen an Land aus, aber das trügt. Wenn es darauf ankommt, können sich die Tiere doch recht schnell fortbewegen und ein Biss von einer Robbe ist kein Spaß.
So einfach und unbeschwert der Hinweg war, so mühsam und anstrengen war der Weg zurück über eine fast ganz mit Sträuchern bewachsenen Düne. Nur ein sehr schmaler Weg führte den Berg aus Sand hinauf. Es war so, als wollte der Weg nicht enden und nach jedem Schritt rutschten wir einen Halben zurück.

Als wir oben ankamen und unser Auto in Sichtweite war, waren wir so erleichtert, endlich geschafft. Ohne viel Zeit zu verlieren, machten wir uns auf den Weg zu unserer heutigen Unterkunft. Nach ausgiebigem Duschen und anschließendem Abendessen wollten wir nur noch die Beine hochlegen und ausruhen.

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Von Dunedin nach Invercargill

Entlang der Catlins zum südlichsten Punkt vor Neuseeland, der Slope Point

Unsere heutige Route führt uns von Dunedin Richtung Süden entlang der Westküste nach Invercargill. Der seltsam gelingende Name der Stadt setzt sich zusammen aus „Inver“, was aus dem schottisch-gälischen stammt und für Flussmündung steht und „Cargill“ zu Ehren von Captain William Cargill, dem damaligen Superintendenten der Provinz Otago.
The Catlins, oder manch mal auch als The Catlin Cost bezeichnet, werden auf Māori: „Te Akau Tai Toka“ genannt. Das Gebiet ist nur sehr dünn besiedelt und der 90km lange Küstenstreifen ist sehr zerklüftet. Durch die exponierte Lage erlebt man hier sehr oft raues Wetter mit beständigem Wind, was auch von Servern geschätzt wird. Aber auch schöne Strände und viele andere Attraktionen sind hier geboten wie z.B. Jack’s Blowhole, einen Versteinerten Wald in der Curio Bay und Küstenhöhlen, wie die Cathedral Caves. Ein nicht unerheblicher Teil der Küstenlinie besteht jedoch aus bis zu 150m hohen, schroffen Klippen.
Auch war die Chance groß, nochmal einige der Robben und Delfine zu sehen, wir waren gespannt.
Unser erster Stop war am Nugget Point Lighthouse, das auf einem exponierten Felsen steht. Er wurde 1870 in Betrieb genommen und anfänglichem Betrieb mit einer Öllampe betrieben. Ab 1949 dann mit einer elektrischen Beleuchtung versehen, die von einem Dieselgenerator gespeist wurde. Dann in 1989 wurde der Turm, wie alle anderen neuseeländischen Leuchttürme, voll automatisiert. Der Weg dorthin ist nicht besonders weit und eine willkommene Abwechslung zu sitzen im Auto, zudem ist er schön angelegt und lädt zum Fotografieren ein.

Auf unserem weiteren Weg steuerten wir mehrere Strände und Aussichtspunkte an, wir konnten uns nicht satt sehen an der Weite, die sich uns da bot. Jedes Mal hatten wir einen wunderschönen Ausblick auf das Meer und die gewaltige Brandung. Rauhe, schroffe Felsen lagen an der Küste und ein starker Wind bekamen wir zu spüren. Dementsprechend waren auch die Brandungen hoch und die Gischt spürten wir in unseren Gesichtern. Dieser Urgewalt als Naturschauspiel dargestellt, könnten wir tagelang zusehen.

Auf unseren nächsten Stopp freuten wir uns ganz besonders, den Slope Point. Das Besondere an diesem Küstenpunkt ist nicht nur, dass er den südlichsten Punkt Neuseelands markiert, sondern ist auch der Tatsache geschuldet, dass die Entfernung zum Südpol (4.803 km) kürzer ist als die zum Äquator (5.140 km). Wir waren uns beide einig, dass dies auch der südlichste Punkt ist, an dem wir jemals standen. Weiter südlich geht es auf dem Festland nur noch in Südamerika, Argentinien und Chile.

Zieht man eine Gerade vom nördlichsten zum südlichsten Punkt von Neuseeland dann kommt man auf eine Strecke von rund 1.400 km. Für uns waren es bis hier her eher entspannte 5.500 km mit dem Pkw, mit etwas kreuz und quer versteht sich 😉, großartige Vorstellung.
Bei uns kam dann auch ein bisschen Wehmut auf wohl wissend, dass unsere einmalige Reise so langsam, aber sicher, dem Ende zugeht. Aber dafür wurden wir mit so vielen beeindruckenden Erlebnissen beschenkt, sodass wir Neuseeland ganz bestimmt nicht vergessen werden.

Unsere letzte Station für den heutigen Tag auf den Catlins der Waipapa Point, mit einem der letzten hölzernen Leuchtturm Neuseelands, der noch in Betrieb ist. Seit 1975 verrichtet er seine Arbeit automatisiert und 1988 wurde er auf Solar umgestellt.
Dem Bau des Leuchtturms im Jahre 1884 ging wohl das schwerste Schiffsunglück in Jahre 1881 voraus. Am 29. April lief der Passagierdampfer Tararua auf das gut 2 km ins Meer reichenden Otara Reef vor der Küste des Waipapa Point auf Grund und sank. Alle 131 Passagiere kamen bei dem Unglück ums Leben, bis heute gilt das Unglück, als das schwerste der zivilen Seeschifffahrt in Neuseeland.
Als wir dort an dem Leuchtturm standen und uns eine frische Brise um die Nase pfiff, war uns das nicht bekannt. Und so genossen wir wieder eine fantastische Aussicht auf das Meer mit seiner Brandung.
Mit den wunderbaren Meeressäuger hatten wir heute leider kein Glück, es waren weit und breit keine zu enddecken. Wahrscheinlich lag es am Wetter, es war einfach nicht schön genug, um sich das Fell zu wärmen. Heute gab es bestimmt bessere Stellen, die Küste ist ja lang genug.

Als Entschädigung gab es immer wieder Schafe und noch mehr Schafe auf unserem Weg zu heutiger Unterkunft in Invercargill, die wir wohlwollend abgelichtet haben.

Noch ein Wort zu Unterkunft, wir waren schon erstaunt, wie wenig Optionen wir am Tag davor hatten, als wir auf der Suche nach einem Quartier waren. Es waren alle Hotels und Motels in der Gegend ausgebucht, nicht einmal in sehr teuren Hotels, wenn es den überhaupt welche gab, war ein Zimmer frei. So entschlossen wir uns bei einer Backpacker Lodge einzuchecken. Also Gemeinschaftsbad und -küche und Mehrbettzimmer. Wir hatten kurzerhand ein 4 Bettzimmer für uns allein gebucht, war nur unwesentlich teurer. Ja und das Gemeinschaftsbad…. alles sauber, warmes Wasser ohne Ende und Rock n Roll aus der Beschallungsanlage, also keine Probleme. Fazit, wer gerne günstig reisen möchte oder muss, das ist eine echte Alternative.

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Ins Fjiordland nach Te Anau

Ein Eldorado für alle Wanderern und Naturfreunde, aber auch für Action ist gesorgt

Nachdem wir den südlichsten Punkt Neuseelands erreicht hatten, ging es nun wieder nach Norden, diesmal auf der Westseite der Südinsel. Unser Weg führte uns heute ins Fjiordland, genauer gesagt nach Te Anau. Der kleine Ort liegt rund 120 km von Invercargill Richtung Norden entfernt, und direkt am südlichen Ende des gleichnamigen Sees. Te Anau ist ganz auf Tourismus ausgerichtet und es gibt gefühlt mehr Unterkünfte für Besucher als Wohnhäuser für die Einheimischen. Für das Verhältnis Einwohnern und Touris gilt das gleiche, vor allem in der Hochsaison. Kein Wunder, dass es Massen von Angeboten und Möglichkeiten gibt wie z.B. geführte Bike Touren, Schiffsfahrten auf dem See, Hubschrauberflüge oder ein Flug mit dem Wasserflugzeug zu den Milford Sounds oder den umliegenden Bergriesen.

Der Lake Te Anau ist mit 344 km² der größte See auf der Südinsel und der zweitgrößte auf Neuseeland. Zum Vergleich, unser schwäbisches Meer (Bodensee) hat mit Obersee und Untersee zusammen 536 km², ist also eineinhalbmal so groß.
Das Besondere am Te Anau ist, dass ein Großteil seines Volumens unterhalb des Meeresspiegels liegen. Der See selbst liegt auf 210 m über Normal, ist aber bis zu 417 Meter tief. Besonders sehenswert ist das Westufer, an dem die Kepler und Morchinson Mountains bis zu 1400 m in die Höhe ragen.
Für die ganz Harten gibt es hier zwei Optionen: an der Nordküste befindet sich der Startpunkt des Milford Tracks (53 km), an der Südküste Start- und Endpunkt des Kepler Tracks (60 km). Achtung, beim Milford Track sind aufgrund der Beliebtheit täglich nur 90 Wanderer zugelassen (40 unabhängige Wanderer und 50 auf geführten Touren) und der Track kann nur in eine Richtung begangen werden, also wer will muss sich rechtzeitig anmelden. Außerdem ist auf jeder Hütte nur eine Übernachtung erlaubt.
Wir entschieden uns für eine eigene Tour entlang des Sees ohne Übernachtung, ganz gechillt. Die Strecke verlief durch bemoosten Wald auf schön angelegten Wegen.

Vorbei an vielen Farnen, wie wir sie schon so oft in Neuseeland gesehen haben. Entlang des Weges sahen wir auch einige Pilze, darunter sehr oft den bekannten roten Schirmpilz mit weißem Tupfen.

Hin und wieder erlaubte uns eine freie Stelle eine schöne Sicht auf den Strand und auf den See selbst.

Mit etwas Glück fanden wir ein herrliches Plätzchen für eine Vesperpause. Wir setzten uns auf die Bank, packten unser Essen aus und genossen die Ruhe. Die Pause markierte auch unser Wendepunkt und so gingen wir von hieraus zurück zum Parkplatz.

Da es schon am Spätnachmittag war, entschlossen wir uns, unser Hotel für die nächste Nacht aufzusuchen. Wir hatten ja 2 Tage geplant, aber keine Unterkunft war für beide Tage zu buchen. So endeten wir mit 2 verschiedenen Hotels. 
Den restlichen Tag verbrachten wir dann in Down Town Te Anau und schlenderten gemütlich durch die Straßen, auch immer auf der Suche nach einer geeigneten Futterstelle für den Abend.

Nach dem Abendessen ließen wir dann den Tag auf einer Parkbank am See mit einer Flasche Weißwein ausklingen.

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Milford Sound

Durch den Homer Tunnel zum Milford Sound und dann weiter mit dem Schiff hinaus bis zur Tasmannischen See

Heute lag wieder ein besonderer Tag vor uns, wir fuhren zum Milford Sound. Die einzige Verbindung ist die 121 km lange Milford Road, auf der man direkt mit dem Auto zu einem Fjord fahren kann. Auf dem Weg sahen wir viele ebene Flächen umrahmt von hohen schroffen Bergen. Immer wieder tauchten wilde Gebirgsbäche und Wasserfälle auf. Zwischendrin dann wieder üppige Wälder und manchmal eine große Schafsherde. Viele „look outs“ luden zum Pausieren und Fotografieren ein.

Unser Weg führte uns langsam aber sicher immer höher. Als wir in Te Anau starteten waren wir noch auf ca. 200 Meter über Normal und als wir dann vor dem Homer Tunnel standen, waren es 880m. Bis zu dieser Höhe hatte sich dann auch die Sonne verabschiedet und wir wurden von dickem Nebel umhüllt. An der Einfahrt zum Tunnel mussten wir dann erst mal warten, da der Tunnel nur jeweils in einer Richtung befahrbar ist. So standen wir vor der Ampel und warteten auf die Weiterfahrt.

Der Bau des 1200 Meter langen einspurigen Tunnel wurde 1935 begonnen und erst 1954 fertiggestellt. Der Krieg und Lawinenunglücke verzögerten die Arbeiten erheblich. Nach 8 Minuten sprang dann die Ampel auf Grün und wir durften endlich los. Zügig fuhren wir in den dunklen schmalen Tunnel ein, dessen Wände aussahen, als hätte man diese ausschließlich mit Hammer und Meißel bearbeitet. Die Bedingungen, die während des Baus geherrscht haben, wollten wir gar nicht genauer in Erfahrung bringen. Nur so viel, es ist davon auszugehen, dass die meisten, die hier gearbeitet haben, dies wohl nicht freiwillig taten.

Beim Durchfahren der Röhre ist uns auch aufgefallen, dass es von Anfang an immer leicht bergab ging, so dass wir am Ende des Tunnels 200 Höhenmeter tiefer herauskamen.

Nachdem wir den Tunnel passiert hatten, schlängelte sich die Straße steil in Richtung Fjord. Die Straße führte uns zwischen Bergen und Wälder hinunter, wie eine Passstraße in den Alpen.

Es waren dann nur noch 12 km bis zu den Parkplätzen am Ende Milford Road. Als wir ankamen waren die meisten Parkplätze bereits belegt und wir hatte etwas Mühe ein Plätzchen zu finden. Erstaunt waren wir auch über die hohen Preise, eher unüblich für Neuseeland.
Nachdem wir dann endlich eingeparkt hatten, gingen wir zunächst Richtung Touristeninfo und Selbstbedienungsrestaurant, wie die meisten Ankömmlinge.
Alles hier ist auf den Tourismus eingestellt und das ist kein Wunder, denn der Milford Sound ist einer der Hauptattraktionen auf Neuseeland.
Links vom Restaurant ausgesehen, aber nicht zu verfehlen, ist der kleine Hafen, in dem die Ausflugsschiffe anlegten. Von hieraus lassen sich die ringsum, steil abfallenden Bergen, wie den Mitre Peak mit 1683 Meter, den Mt. Pembroke mit 2222 Meter und schließlich den Mt. Tutoko mit 2749 Meter ablichten.

Die üppige Vegetation diese Region ist vor allem dem hohen Niederschlag zu verdanken und gilt als eine der regenreichsten Gebiete der Welt. Es ist also kein Wunder, dass hier über 700 verschiedene Pflanzenarten ihre Heimat gefunden haben.

Wie so oft waren wir sehr pünktlich am Pier und warteten auf unseren Ausflugsdampfer. Als er dann um die Ecke kam waren wir zunächst etwas enttäuscht, da er gemessen an den anderen Schiffen doch etwas mickrig daherkam. Später waren wir froh darum, den so hatten wir weniger Trubel und mehr Platz als auf den großen Schiffen.
Dann ging es endlich los und mit einem lauten Hupen verschafften wir uns Platz zwischen den anderen Schiffen und liefen aus. Auf unserer Fahrt durch den Sound sahen wir einige Wasserfälle, der höchste davon 160 Meter. Unser routinierter Kapitän fuhr das Schiff ganz nah an einen der Wasserfälle heran, sodass man ohne Anstrengung etwas von der Dusche abbekam. Wir hielten uns zurück und genossen die Show vom hinteren Teil des Schiffes.

Unsere gebuchte Tour ging hinaus bis zur Tasmann See und wieder zurück. So konnten wir viele Eindrücke aus verschiedenen Perspektiven sammeln, besonders beeindruckend waren die schmalen Passagen vorbei an den hochaufragender Bergen. Als wir dann das offene Meer erreichten, bekamen wir die Rauhe See zu spüren und unser Dampfer fing an zu rollen und zu stampfen. Manch einem wurde es sicherlich unwohl in der Magengegend, uns ging es gut, hatten ja auch ständig den Horizont vor Augen, das hilft.


Auf der Rückfahrt konnten wir wieder Robben beobachten, die sich auf einem Stein in der Sonne regten. Unser Kapitän konnte nah an den Felsen heranfahren und eine Zeit lang dort verweilen. Das sind schon besondere Tiere und wir sind sehr glücklich, soviel davon so hautnah zu erleben.

Auf dem Rückweg gesellte sich eine Möwe zu uns aufs Schiff und fuhr einen Teil der Strecke mit uns. Sie genoss sichtlich die Auszeit und machte dann kurz vor dem Hafen den Abflug.

Nach 2 Stunden Fahrt sind wir wieder in den kleinen Hafen eingelaufen, wo schon die nächsten Gäste am Pier warteten und für uns ging ein großartiges Erlebnis zu Ende.
Erstmal festen Boden unter den Füssen entschlossen wir uns, uns auf den Heimweg zu machen, schließlich hatten wir ja noch ein ganzes Stück Strecke vor uns. Auch wollten wir bei dem einem oder anderen Aussichtspunkt entlang der Milford Road noch anhalten.
Auf dem Parkplatz dann nochmals eine Begegnung der dritten Art. Wir sahen zwischen den Büschen einen Kiwi herumlaufen. Obwohl dieser Vogel nicht fliegen kann, war er schnell zwischen den Büschen und Sträuchern wieder verschwunden. Am Ende hatte es nur für ein paar Schnappschüsse gereicht. Die nachtaktiven Tiere sind auch Namensgeber der beliebten Frucht als auch für die Gesamtheit der Einwohner Neuseelands, die auf ihren Spitznamen sehr stolz sind.

Die Fahrt ging wieder zurück durch dem Homer Tunnel. Diesmal ging es zunächst die Serpentinen bergauf. Vor dem Tunneleingang mussten wir wieder vor der Ampel warten, bis der Weg für uns frei war. Für uns hatte sich die Wartezeit gelohnt, denn just in dem Moment als wir angekommen waren, hatte ein Kea es sich auf einen Laternenmast nebst unserem Pkw, gemütlich gemacht. Wir ließen uns nicht lange bitten und lichteten den Papagei in Ruhe ab.

Dann ging es weiter durch den Tunnel und wieder zurück nach Te Anau, wo wir glücklich und zufrieden, aber müde angekommen sind. Für den Abend hatten wir uns nichts mehr vorgenommen, Essen gehen und früh ins Bett. Doch davor noch ein paar Aufnahmen, denn es war Vollmond.

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Queenstown

Abschied vom Fjiordland und letzte Station vor der Heimreise

Abschied vom Fjiordland und ab nach Queenstown unserer letzten Station vor dem Heimflug.
Zunächst erreichten wir Kingston, den ersten Ort am Wakatipu Lake. Leider war uns das Wetter heute nicht gewogen, denn es regnete und neblig war es auch. Der Wakatipu Lake ist ein Gletschersee, der vor über 15.000 Jahren durch Schmelzwasser der umliegenden Gletscher entstanden ist und liegt auf Platz 3 der größten Seen Neuseelands. Seine Form ähnelt einem S und ist am Westufer fast gänzlich von steilen Felsen umrandet, die bis ans Ufer reichen. Große Teile sind mit üppigem Grün überzogen und bieten für uns einen herrlichen Anblick.
Trotz mäßigen Wetter inklusive Regen legten wir einen Stopp ein, um ein paar Aufnahmen auf unserem Speicher zu bannen.

Nach kurzem Stopp ging es dann ohne weitere Pause direkt nach Queenstown. Die Straße führte uns weiter entlang des Sees und in der Ferne sahen wir die Stadt vor uns auftauchen. Das Zentrum von Queenstown liegt auf einem der wenigen ebenen Flächen in der Region, also kein Wunder, dass sich hier die ersten europäischen Siedler 1861 niedergelassen haben. Da das Wetter sich partout nicht ändern wollte, und ein Stadtbummel bei Regen und Kälte nicht in Frage kam, entschieden wir uns gleich ins Hotel zu fahren.
Nach kurzer Prüfung alle Möglichkeiten, die das Hotel bot, zogen wir es vor den Spa Bereich unseres Hotels ausgiebig zu testen. So konnten wir auch mal etwas die Seele baumeln lassen und uns von den Anstrengungen der letzten Tage etwas erholen. Schließlich war dies kein Urlaub zum Entspannen, wir nutzten die Zeit, um möglichst viel von Neuseeland zu erleben.
Gegen später dann Abendessen im Hotel mit Aussicht auf den See.
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Queenstown pur

Eine Stadt zum Verlieben und Abschied nehmen von Neuseeland

Am letzten Tag hatte es der Wettergott noch einmal gut mit uns gemeint und zauberte einen Sonnenschein mit blauem Himmel über Queenstown. So packten wir unsere Koffer und bereiteten alles führ den heutigen Rückflug vor, bevor wir uns auf den Weg ins Zentrum von Queenstown machten.
Erst jetzt registrierten wir wie sehenswert diese Stadt war und wir hatten uns auf Anhieb in sie verliebt. Es ist die erste Stadt auf unserer Neuseelandreise, die genau das bietet, was wir an Städten so schätzen. Zunächst die wunderschöne Lage, direkt am See und Berge drum herum. Schöne Atmosphäre, nette Lokale und eine großartige Parkanlage der Queenstown Gartens. Dieser wurde vor rund 150 auf einer Gletschermoränen Halbinsel angelegt. Da wir noch ausreichend Zeit bis zum Abflug hatten machten wir eine gemütliche Runde auf der Halbinsel.

Wer mehr Aufregung braucht findet hier jede Menge Gelegenheit etwas zu unternehmen. Wer’s braucht, hier gibt’s viel Action rund um den See aber auch außerhalb der Stadt. So kann man sich hier den Adrenalin Kick beim Jetboot fahren, Rafting, Gleitschirmflug und Wasserski fahren holen, oder mit einem Flugzeug oder Hubschrauber in die nahegelegenen Gletscher fliegen.
Wir suchten uns lieber ein schönes, ruhiges Plätzchen am See und sahen dem Treiben auf dem Wasser und am Strand zu.

Dann war es Zeit dass wir uns auf den Weg zum Flughafen machten. Unsere Reiseroute führte uns von Queenstown nach Auckland und dann direkt nach Shanghai und mit etwas Wehmut im Gepäck verabschiedeten wir uns von Neuseeland.

Hier noch ein paar Daten, die uns im Nachhinein wirklich erstaunt haben:

* 23 Tage Urlaub, 2 Tage Flug und 21 Tage auf Neuseeland unterwegs
* Mit dem Auto sind wir 7.067 Km gefahren und einige Kilometer zu Fuß
* Zusammen haben wir 4.800 Fotos geschossen und eine Handvoll Videos aufgenommen
* Wir hatten insgesamt 3 Flüge, 2 mit einem Kleinflugzeug und einen mit einem Helikopter
* Wir waren zwei mal auf dem Schiff, einmal mit der Fähre und ein mal auf dem Milford Sound
* Und ganz zum Schluss, unser Reisebericht umfasst ca. 15.500 Wörter 😉

Abschließend bleibt zu sagen, dass uns die Reise noch ganz sicher lange im Gedächtnis bleib.
Haere Ra! – Abschiedsgruß der Maori. Auf Wiedersehen Neuseeland

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2 Kommentare zu „NEUSEELAND

  1. Wow, vielen Dank für die detaillierten Einblicke in Eure Neuseelandreise. Ich finde es spannend, wie vielfältig das alles ist. Danke auch für Eure Schilderungen, sie wirken ungeschönt aber sind detailreich und spannend. Das gibt Anregungen und macht echt Lust, Euch „nachzureisen“! 🙂

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